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	<title>Kommentare zu: Anne Fadiman „Ex Libris. Bekenntnisse einer Bibliomanin“</title>
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	<description>Bücher, Bücher</description>
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		<item>
		<title>Von: Helmut</title>
		<link>http://www.eckfenster.de/wordpress/2007/01/14/anne-fadiman-ex-libris-bekenntnisse-einer-bibliomanin/comment-page-1/#comment-6131</link>
		<dc:creator>Helmut</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Mar 2007 08:30:30 +0000</pubDate>
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		<description>Lieber Uwe,

hier bin ich nicht ganz einverstanden:
In Nr. 24 drehten sich Deine Bemerkungen doch ums Lesen.
Ich meinte in 25 etwas anderes.
Ich meinte nicht (24) die Erinnerung ans Gelesene, sondern (25) die an den Sachverhalt des Lesens - und das damit verbundene Konnotat.
Mir ging es nicht um die Erinnerung an gewesene Lekt&#252;ren (Bobkowski), sondern um den Moment, den (Ur)Akt des Lesens selbst.
Insofern ist, was Du (in 26) schreibst: &quot;die unf&#228;higkeit, dieses gl&#252;ck immer wiederholen zu k&#246;nnen...&quot; genau das, was ich meinte (in 25).

Kompliziert?
Trotzdem einen entspannten Samstag!,

Helmut</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Uwe,</p>
<p>hier bin ich nicht ganz einverstanden:<br />
In Nr. 24 drehten sich Deine Bemerkungen doch ums Lesen.<br />
Ich meinte in 25 etwas anderes.<br />
Ich meinte nicht (24) die Erinnerung ans Gelesene, sondern (25) die an den Sachverhalt des Lesens &#8211; und das damit verbundene Konnotat.<br />
Mir ging es nicht um die Erinnerung an gewesene Lekt&#252;ren (Bobkowski), sondern um den Moment, den (Ur)Akt des Lesens selbst.<br />
Insofern ist, was Du (in 26) schreibst: &#8220;die unf&#228;higkeit, dieses gl&#252;ck immer wiederholen zu k&#246;nnen&#8230;&#8221; genau das, was ich meinte (in 25).</p>
<p>Kompliziert?<br />
Trotzdem einen entspannten Samstag!,</p>
<p>Helmut</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: ewu simpel</title>
		<link>http://www.eckfenster.de/wordpress/2007/01/14/anne-fadiman-ex-libris-bekenntnisse-einer-bibliomanin/comment-page-1/#comment-6119</link>
		<dc:creator>ewu simpel</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Mar 2007 14:11:40 +0000</pubDate>
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		<description>lieber helmut!

ganz werden wir uns nie verstehen - und das ist auch gut so. denn was blieb uns dann noch zu sprechen &#252;brig?

weit waren wir aber auch nicht auseinander.
ich kann dir in allem nur zustimmen! all die effekte, die du als begleitph&#228;nomene oder leitsymptome des lesens nennst, kenne ich, und mit mir die meisten anderen leser. 

nur bei der utopie, da lagst du richtig mit der vermutung eines kleinen verst&#228;ndnisgrabens, der sich zwischen uns aufgetan hatte: wo du sozusagen die ur-erfahrung des begl&#252;ckenden lesens meintest, die wie ein versprechen f&#252;r alle folgenden lekt&#252;ren zu wirken imstande ist, da wollte ich nur darauf hinweisen, da&#223; ein allzeit gegenw&#228;rtiges, aufmerksames lesen, ein ganz bei der sache bleiben nicht m&#246;glich ist. du meintest das gl&#252;ck der erstbegegnung mit dem, was lesen bedeuten kann, als motor jeder weiteren lekt&#252;re, und ich meinte die unf&#228;higkeit, dieses gl&#252;ck immer wiederholen zu k&#246;nnen, das aber nichtsdestotrotz als utopischer ansporn jedem leseerlebnis eingeschrieben sein sollte. 
so viel verst&#228;ndnis-nachtrag sollte sein. vielleicht ist es aber auch wieder ein neuerlicher beitrag zum un- oder mi&#223;verst&#228;ndnis. ein gro&#223;er teil dessen, was unsere kommentare ausmacht, ist doch, da&#223; wir unsere meinungen am jeweils anderen text explizieren - freiwillig, aber nicht nur zum spa&#223;.

gr&#252;&#223;e,
uwe,</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>lieber helmut!</p>
<p>ganz werden wir uns nie verstehen &#8211; und das ist auch gut so. denn was blieb uns dann noch zu sprechen &#252;brig?</p>
<p>weit waren wir aber auch nicht auseinander.<br />
ich kann dir in allem nur zustimmen! all die effekte, die du als begleitph&#228;nomene oder leitsymptome des lesens nennst, kenne ich, und mit mir die meisten anderen leser. </p>
<p>nur bei der utopie, da lagst du richtig mit der vermutung eines kleinen verst&#228;ndnisgrabens, der sich zwischen uns aufgetan hatte: wo du sozusagen die ur-erfahrung des begl&#252;ckenden lesens meintest, die wie ein versprechen f&#252;r alle folgenden lekt&#252;ren zu wirken imstande ist, da wollte ich nur darauf hinweisen, da&#223; ein allzeit gegenw&#228;rtiges, aufmerksames lesen, ein ganz bei der sache bleiben nicht m&#246;glich ist. du meintest das gl&#252;ck der erstbegegnung mit dem, was lesen bedeuten kann, als motor jeder weiteren lekt&#252;re, und ich meinte die unf&#228;higkeit, dieses gl&#252;ck immer wiederholen zu k&#246;nnen, das aber nichtsdestotrotz als utopischer ansporn jedem leseerlebnis eingeschrieben sein sollte.<br />
so viel verst&#228;ndnis-nachtrag sollte sein. vielleicht ist es aber auch wieder ein neuerlicher beitrag zum un- oder mi&#223;verst&#228;ndnis. ein gro&#223;er teil dessen, was unsere kommentare ausmacht, ist doch, da&#223; wir unsere meinungen am jeweils anderen text explizieren &#8211; freiwillig, aber nicht nur zum spa&#223;.</p>
<p>gr&#252;&#223;e,<br />
uwe,</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Helmut</title>
		<link>http://www.eckfenster.de/wordpress/2007/01/14/anne-fadiman-ex-libris-bekenntnisse-einer-bibliomanin/comment-page-1/#comment-6100</link>
		<dc:creator>Helmut</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Mar 2007 19:00:36 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.eckfenster.de/wordpress/2007/01/14/anne-fadiman-ex-libris-bekenntnisse-einer-bibliomanin/#comment-6100</guid>
		<description>Lieber Uwe,

sehe ich das richtig?!:
Wir k&#246;cheln auf mehreren Feuerchen doch eine Suppe? - Mit jeweils etwas anderen Gew&#252;rzen.

Ganz haben wir uns nicht verstanden.
Mit Utopie meinte ich etwas au&#223;erhalb des Lesens liegendes, das aber mit diesem verbunden ist. Ich meinte die Vorfreude auf das Lesen, die sich wom&#246;glich n&#228;hrt aus aus einer Erinnerung und teilhat an einem Versprechen, das man mit dem Lesen verbindet. Das Versprechen von etwas, das man - wann? - mit dem Lesen verbunden hat - und gerne aktualisieren w&#252;rde. (Vielleicht eine nie mehr ganz einholbare Erfahrung) Vielleicht das, was man als lesendes Kind erfahren hat: Das in der Geschichte auf-, das in sie eingehen. Lesen als Ganzheit, als Versprechen. Lesen als Geborgenheit und Sinn. Lesen mit roten Ohren, mit &#228;u&#223;erer Abwesenheit und phantastischer innerer Bereicherung. B&#252;cher unterscheiden sich in wesentlichen Punkten von Wirklichkeit. Leben und Lesen klingt &#228;hnlich, aber es unterscheidet sich doch nicht unwesentlich. 
Man mag nicht nur gebannt lesen, mit den richtigen Buch kann man auch die Wirklichkeit bannen - und wenn es nur f&#252;r Momente ist, f&#252;r den Moment der Lekt&#252;re? 
Sie k&#246;nnen eine Art von Sinn liefern. 
Das ist anderes und mehr als Ablenkung.
Sinn insofern, als es in B&#252;chern gerechter zugehen mag als im wirklichen Leben. Aber selbst wenn nicht, so ist es doch nur (!) ein Buch (Erleichterung). Jedenfalls aber gilt in ihnen den Figuren Aufmerksamkeit. Sie werden genau beschrieben, man wei&#223; etwas &#252;ber sie, denkt &#252;ber sie nach. - Man kennt den Effekt, dass einem Figuren, selbst unangenehme, gar d&#228;monische, wenn man 200 Seiten &#252;ber sie gelesen hat, nicht mehr so fremd sind, ja verst&#228;ndlich, ja regelrecht sympathisch werden k&#246;nnen. - Hat das damit zu tun? 

Einen netten Abend,

Helmut</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Uwe,</p>
<p>sehe ich das richtig?!:<br />
Wir k&#246;cheln auf mehreren Feuerchen doch eine Suppe? &#8211; Mit jeweils etwas anderen Gew&#252;rzen.</p>
<p>Ganz haben wir uns nicht verstanden.<br />
Mit Utopie meinte ich etwas au&#223;erhalb des Lesens liegendes, das aber mit diesem verbunden ist. Ich meinte die Vorfreude auf das Lesen, die sich wom&#246;glich n&#228;hrt aus aus einer Erinnerung und teilhat an einem Versprechen, das man mit dem Lesen verbindet. Das Versprechen von etwas, das man &#8211; wann? &#8211; mit dem Lesen verbunden hat &#8211; und gerne aktualisieren w&#252;rde. (Vielleicht eine nie mehr ganz einholbare Erfahrung) Vielleicht das, was man als lesendes Kind erfahren hat: Das in der Geschichte auf-, das in sie eingehen. Lesen als Ganzheit, als Versprechen. Lesen als Geborgenheit und Sinn. Lesen mit roten Ohren, mit &#228;u&#223;erer Abwesenheit und phantastischer innerer Bereicherung. B&#252;cher unterscheiden sich in wesentlichen Punkten von Wirklichkeit. Leben und Lesen klingt &#228;hnlich, aber es unterscheidet sich doch nicht unwesentlich.<br />
Man mag nicht nur gebannt lesen, mit den richtigen Buch kann man auch die Wirklichkeit bannen &#8211; und wenn es nur f&#252;r Momente ist, f&#252;r den Moment der Lekt&#252;re?<br />
Sie k&#246;nnen eine Art von Sinn liefern.<br />
Das ist anderes und mehr als Ablenkung.<br />
Sinn insofern, als es in B&#252;chern gerechter zugehen mag als im wirklichen Leben. Aber selbst wenn nicht, so ist es doch nur (!) ein Buch (Erleichterung). Jedenfalls aber gilt in ihnen den Figuren Aufmerksamkeit. Sie werden genau beschrieben, man wei&#223; etwas &#252;ber sie, denkt &#252;ber sie nach. &#8211; Man kennt den Effekt, dass einem Figuren, selbst unangenehme, gar d&#228;monische, wenn man 200 Seiten &#252;ber sie gelesen hat, nicht mehr so fremd sind, ja verst&#228;ndlich, ja regelrecht sympathisch werden k&#246;nnen. &#8211; Hat das damit zu tun? </p>
<p>Einen netten Abend,</p>
<p>Helmut</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: ewu simpel</title>
		<link>http://www.eckfenster.de/wordpress/2007/01/14/anne-fadiman-ex-libris-bekenntnisse-einer-bibliomanin/comment-page-1/#comment-6043</link>
		<dc:creator>ewu simpel</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Mar 2007 11:19:23 +0000</pubDate>
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		<description>lieber helmut!

meine erste assoziation zu deiner &quot;gl&#252;cksweise&quot; war gl&#252;cksspeise. auch ganz sch&#246;n, und zutreffend, wie ich meine. 

aber auch bei dieser kann man sich fragen, wann das gl&#252;ck einsetzt: beim speisen, von bissen zu bissen?! so richtig zur entfaltung kommt es jedoch erst, wenn man vorfreude hat, aufgrund einer erinnerung, und dann beim langsamen vergehen der speisen im mund. 
so hast du ganz recht, das gl&#252;ck des lesens nicht nur in der gegenwart zu verorten, sondern auch in der erinnerung. schau dir doch noch einmal deine besprechung und meinen kommentar zu bobkowskis tageb&#252;chern an: ein gro&#223;er teil des gl&#252;cks, das mir die lekt&#252;re verschaffte und von dem ich beredt zu berichten fast gezwungen wurde, m&#252;ndet jetzt in die erregung, die ich allein bei dem gedanken empfinde, irgendwann wieder einmal in dieses brevier schauen zu k&#246;nnen. 

ein wenig utopie mag auch mitschwingen. wer ist schon ganz bei einer sache, immer und in jedem augenblick, und wer bleibt bis zuletzt? das sind doch wohl nur ausnahmelekt&#252;ren. zumal es eher die erstlekt&#252;ren bertreffen d&#252;rfte, die &quot;feuerprobe&quot; (maar) der begeisternden, ansteckenden erstbegegnung mit etwas, das uns fern und zugleich ganz nah ist oder beim lesen wird. aber auch das wiederlesen d&#252;rfte einiges gl&#252;ck bereit halten, womit wir wieder bei der erinnerung und ihrem konstitutiven beitrag zum lesegl&#252;ck w&#228;ren.

um genauigkeit sollte es uns gehen. das stimmt. nur manchmal ist eine metapher das genaueste, was wir leisten k&#246;nnen, oder eine erz&#228;hlung, die etwas, vielleicht sogar das entscheidende, offen l&#228;&#223;t.

wozu &#252;berh&#246;hung?
um ein mehr am leben zu haben.
um die pflicht zu leben zeitweise zu lockern.
um, um, um ... da g&#228;be es vieles zu nennen.
letztlich bleibt - bei mir - ein unbehagen im und am eigenen leben sp&#252;rbar. frei nach freud: der unbefriedigte phantasiert. das leben, das man f&#252;hrt und das einen f&#252;hrt, l&#228;&#223;t sich eben nie ganz und gar annehmen - oder?

gr&#252;&#223;e,
uwe.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>lieber helmut!</p>
<p>meine erste assoziation zu deiner &#8220;gl&#252;cksweise&#8221; war gl&#252;cksspeise. auch ganz sch&#246;n, und zutreffend, wie ich meine. </p>
<p>aber auch bei dieser kann man sich fragen, wann das gl&#252;ck einsetzt: beim speisen, von bissen zu bissen?! so richtig zur entfaltung kommt es jedoch erst, wenn man vorfreude hat, aufgrund einer erinnerung, und dann beim langsamen vergehen der speisen im mund.<br />
so hast du ganz recht, das gl&#252;ck des lesens nicht nur in der gegenwart zu verorten, sondern auch in der erinnerung. schau dir doch noch einmal deine besprechung und meinen kommentar zu bobkowskis tageb&#252;chern an: ein gro&#223;er teil des gl&#252;cks, das mir die lekt&#252;re verschaffte und von dem ich beredt zu berichten fast gezwungen wurde, m&#252;ndet jetzt in die erregung, die ich allein bei dem gedanken empfinde, irgendwann wieder einmal in dieses brevier schauen zu k&#246;nnen. </p>
<p>ein wenig utopie mag auch mitschwingen. wer ist schon ganz bei einer sache, immer und in jedem augenblick, und wer bleibt bis zuletzt? das sind doch wohl nur ausnahmelekt&#252;ren. zumal es eher die erstlekt&#252;ren bertreffen d&#252;rfte, die &#8220;feuerprobe&#8221; (maar) der begeisternden, ansteckenden erstbegegnung mit etwas, das uns fern und zugleich ganz nah ist oder beim lesen wird. aber auch das wiederlesen d&#252;rfte einiges gl&#252;ck bereit halten, womit wir wieder bei der erinnerung und ihrem konstitutiven beitrag zum lesegl&#252;ck w&#228;ren.</p>
<p>um genauigkeit sollte es uns gehen. das stimmt. nur manchmal ist eine metapher das genaueste, was wir leisten k&#246;nnen, oder eine erz&#228;hlung, die etwas, vielleicht sogar das entscheidende, offen l&#228;&#223;t.</p>
<p>wozu &#252;berh&#246;hung?<br />
um ein mehr am leben zu haben.<br />
um die pflicht zu leben zeitweise zu lockern.<br />
um, um, um &#8230; da g&#228;be es vieles zu nennen.<br />
letztlich bleibt &#8211; bei mir &#8211; ein unbehagen im und am eigenen leben sp&#252;rbar. frei nach freud: der unbefriedigte phantasiert. das leben, das man f&#252;hrt und das einen f&#252;hrt, l&#228;&#223;t sich eben nie ganz und gar annehmen &#8211; oder?</p>
<p>gr&#252;&#223;e,<br />
uwe.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Helmut</title>
		<link>http://www.eckfenster.de/wordpress/2007/01/14/anne-fadiman-ex-libris-bekenntnisse-einer-bibliomanin/comment-page-1/#comment-5958</link>
		<dc:creator>Helmut</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Mar 2007 05:57:14 +0000</pubDate>
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		<description>Lieber Uwe,

je nun - vertippt, ja; aber doch immerhin ganz h&#252;bsch: Wenn man zu schnell zu viel zu unkonzentriert...
Dir etwas austreiben zu wollen, sei fern von mir.
Mir fiel es nur auf - und in der Folge schwer -, so am Gr&#252;nen Tisch &#252;ber so etwas Vielf&#228;ltiges wie das Lesen so pauschal zu schreiben. Etwa weil mir selbst st&#228;ndig Varianten und Gegenbeispiele einfielen. Allein schon der Unterschied, ob ich Zeitung, eine Zeitschrift oder ein Buch lese. Aber was ist das, &quot;ein Buch&quot;? Ich kann einen Reisef&#252;hrer lesen,ein Kochbuch, einen guten Roman, einen miesen Roman, hohe Literatur, einen Bestseller, Schund - all das ist Lesen. Und freilich hat man da nicht nur an einer Form Teil. Es ging nur um Genauigkeit - um &#252;berhaupt noch dar&#252;ber reden zu k&#246;nnen, um klar zu haben wor&#252;ber man nun redet.
Pathos als Seinsverzuckerung?!
Pathos als Schwebeversuch?
Als Alltagsmontgolfiére?!
Aber Kanonen werde ich nicht in Stellung bringen: Was f&#252;r eine militaristische Metapher! Ich werde auch die Haubitzen nicht auf der Lafette drehen und die Boden-Boden-Raketen im Arsenal lassen.
(Ohnehin machte schie&#223;en auf Einladung ja nur den halben Spa&#223;)
Wenn man wei&#223;, dass man &#220;berh&#246;hung braucht, stellt man sich dann auch die Frage wozu?
Warum m&#252;ssen/ sollen die Dinge mehr sein als sie sind?
Das wird zumindest auf einen Mangel hinweisen, auf etwas, das fehlt.
Und da k&#246;nnte man es sogar ohne allzuviel Gewalt zu verwenden wieder auf das Buch von Fadiman zur&#252;ckbiegen: Es geht um Gl&#252;ck?! 
Um den oben vertippten Satz noch ein wenig grauslich zu strapazieren: B&#252;cher sind eine Gl&#252;cksweise.
Nur frage ich mich zuweilen auch, ob darin nicht mehr Utopie steckt als Wirklichkeit; mehr Erinnerung als Gegenwart.

Gr&#252;&#223;e,

Helmut</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Uwe,</p>
<p>je nun &#8211; vertippt, ja; aber doch immerhin ganz h&#252;bsch: Wenn man zu schnell zu viel zu unkonzentriert&#8230;<br />
Dir etwas austreiben zu wollen, sei fern von mir.<br />
Mir fiel es nur auf &#8211; und in der Folge schwer -, so am Gr&#252;nen Tisch &#252;ber so etwas Vielf&#228;ltiges wie das Lesen so pauschal zu schreiben. Etwa weil mir selbst st&#228;ndig Varianten und Gegenbeispiele einfielen. Allein schon der Unterschied, ob ich Zeitung, eine Zeitschrift oder ein Buch lese. Aber was ist das, &#8220;ein Buch&#8221;? Ich kann einen Reisef&#252;hrer lesen,ein Kochbuch, einen guten Roman, einen miesen Roman, hohe Literatur, einen Bestseller, Schund &#8211; all das ist Lesen. Und freilich hat man da nicht nur an einer Form Teil. Es ging nur um Genauigkeit &#8211; um &#252;berhaupt noch dar&#252;ber reden zu k&#246;nnen, um klar zu haben wor&#252;ber man nun redet.<br />
Pathos als Seinsverzuckerung?!<br />
Pathos als Schwebeversuch?<br />
Als Alltagsmontgolfiére?!<br />
Aber Kanonen werde ich nicht in Stellung bringen: Was f&#252;r eine militaristische Metapher! Ich werde auch die Haubitzen nicht auf der Lafette drehen und die Boden-Boden-Raketen im Arsenal lassen.<br />
(Ohnehin machte schie&#223;en auf Einladung ja nur den halben Spa&#223;)<br />
Wenn man wei&#223;, dass man &#220;berh&#246;hung braucht, stellt man sich dann auch die Frage wozu?<br />
Warum m&#252;ssen/ sollen die Dinge mehr sein als sie sind?<br />
Das wird zumindest auf einen Mangel hinweisen, auf etwas, das fehlt.<br />
Und da k&#246;nnte man es sogar ohne allzuviel Gewalt zu verwenden wieder auf das Buch von Fadiman zur&#252;ckbiegen: Es geht um Gl&#252;ck?!<br />
Um den oben vertippten Satz noch ein wenig grauslich zu strapazieren: B&#252;cher sind eine Gl&#252;cksweise.<br />
Nur frage ich mich zuweilen auch, ob darin nicht mehr Utopie steckt als Wirklichkeit; mehr Erinnerung als Gegenwart.</p>
<p>Gr&#252;&#223;e,</p>
<p>Helmut</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: ewu simpel</title>
		<link>http://www.eckfenster.de/wordpress/2007/01/14/anne-fadiman-ex-libris-bekenntnisse-einer-bibliomanin/comment-page-1/#comment-5916</link>
		<dc:creator>ewu simpel</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Mar 2007 17:36:04 +0000</pubDate>
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		<description>lieber helmut!

sch&#246;ner fauxpas: Leben ist eine Seinsweise!
ja, was denn sonst?
aber es war ja nur ein tippfehler.

du willst mir meine verallgemeinerungen austreiben, antwortest auf meine generalia, die oft, da will ich dir recht geben, sentenzi&#246;s daherkommen, mit dem konkreten, der vielfalt, der diversit&#228;t. all dem will ich gerne folgen.
also: lesen ist eine seinsweise - 
unter anderen. besser so?

ein pathetiker, ja, das bin ich wohl: das tieferlegen stand mir noch nie so recht zu gesicht. es mu&#223; halt immer ein bi&#223;chen mehr und anders sein als auf den ersten blick zu erkennen oder zu erleben ist. die erfahrung ist doch: nach den jahrm&#228;rkten ist das dorf wieder dasselbe. was bleibt, sind die erinnerungen an sensationen, die das gewohnte auf zeit au&#223;er kraft setzten. und das gef&#252;hl versuche ich - manchmal &#252;ber geb&#252;hr - auszudehnen, mit worten, die mich und mein kleines leben gewisserma&#223;en aufpumpen, so da&#223; ich - wie an einem ballon h&#228;ngend - einige millimeter &#252;ber dem boden zu schweben scheine. das ist das pathos, mit dem ich dem quark des &#252;blichen ein wenig s&#252;&#223;e verabreiche.

so, und jetzt hoffe ich: nein, ich wei&#223;, da&#223; du das nicht so stehen lassen kannst, sondern deine kanonen in stellung bringen und sie auf den ballon, die gedankenblase, ausrichten wirst.

sicheres justieren w&#252;nscht,
uwe.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>lieber helmut!</p>
<p>sch&#246;ner fauxpas: Leben ist eine Seinsweise!<br />
ja, was denn sonst?<br />
aber es war ja nur ein tippfehler.</p>
<p>du willst mir meine verallgemeinerungen austreiben, antwortest auf meine generalia, die oft, da will ich dir recht geben, sentenzi&#246;s daherkommen, mit dem konkreten, der vielfalt, der diversit&#228;t. all dem will ich gerne folgen.<br />
also: lesen ist eine seinsweise &#8211;<br />
unter anderen. besser so?</p>
<p>ein pathetiker, ja, das bin ich wohl: das tieferlegen stand mir noch nie so recht zu gesicht. es mu&#223; halt immer ein bi&#223;chen mehr und anders sein als auf den ersten blick zu erkennen oder zu erleben ist. die erfahrung ist doch: nach den jahrm&#228;rkten ist das dorf wieder dasselbe. was bleibt, sind die erinnerungen an sensationen, die das gewohnte auf zeit au&#223;er kraft setzten. und das gef&#252;hl versuche ich &#8211; manchmal &#252;ber geb&#252;hr &#8211; auszudehnen, mit worten, die mich und mein kleines leben gewisserma&#223;en aufpumpen, so da&#223; ich &#8211; wie an einem ballon h&#228;ngend &#8211; einige millimeter &#252;ber dem boden zu schweben scheine. das ist das pathos, mit dem ich dem quark des &#252;blichen ein wenig s&#252;&#223;e verabreiche.</p>
<p>so, und jetzt hoffe ich: nein, ich wei&#223;, da&#223; du das nicht so stehen lassen kannst, sondern deine kanonen in stellung bringen und sie auf den ballon, die gedankenblase, ausrichten wirst.</p>
<p>sicheres justieren w&#252;nscht,<br />
uwe.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Helmut</title>
		<link>http://www.eckfenster.de/wordpress/2007/01/14/anne-fadiman-ex-libris-bekenntnisse-einer-bibliomanin/comment-page-1/#comment-5906</link>
		<dc:creator>Helmut</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Mar 2007 10:44:47 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.eckfenster.de/wordpress/2007/01/14/anne-fadiman-ex-libris-bekenntnisse-einer-bibliomanin/#comment-5906</guid>
		<description>Lieber pathetischer Uwe,

so ganz bin ich mit dem Statement &quot;Leben ist eine Seinsweise&quot; nicht zufrieden, irgendwie ist mir unwohl dabei. Ist es die Ausschlie&#223;lichkeit, die Absolutheit, mit der das auftritt? 
Ich bin mir nicht sicher.
Auch &quot;Gl&#252;ck&quot; und &quot;Laster&quot; ist mir, besondere Ausnahmen ausgenommen, einfach zu hoch gegriffen.
Es kann von all dem sein, ja.
Es kann Wissenserweiterung und gesteigerte Wahrnehmung zur Folge haben und es kann sogar eine Art trockenen Rausch erzeugen (oder erinnert man sich nur daran, dass es das einmal konnte?), es kann gesteigerte Lebenserfahrung bewirken, innere Bereicherung. Und doch.
Das mit dem Gl&#252;ck und dem Laster m&#252;sste man mal n&#228;her bestimmen,mal genauer hinsehen und hinfragen und gucken, was dabei rausk&#228;me, was man damit meint.

Gr&#252;&#223;e,

Helmut</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber pathetischer Uwe,</p>
<p>so ganz bin ich mit dem Statement &#8220;Leben ist eine Seinsweise&#8221; nicht zufrieden, irgendwie ist mir unwohl dabei. Ist es die Ausschlie&#223;lichkeit, die Absolutheit, mit der das auftritt?<br />
Ich bin mir nicht sicher.<br />
Auch &#8220;Gl&#252;ck&#8221; und &#8220;Laster&#8221; ist mir, besondere Ausnahmen ausgenommen, einfach zu hoch gegriffen.<br />
Es kann von all dem sein, ja.<br />
Es kann Wissenserweiterung und gesteigerte Wahrnehmung zur Folge haben und es kann sogar eine Art trockenen Rausch erzeugen (oder erinnert man sich nur daran, dass es das einmal konnte?), es kann gesteigerte Lebenserfahrung bewirken, innere Bereicherung. Und doch.<br />
Das mit dem Gl&#252;ck und dem Laster m&#252;sste man mal n&#228;her bestimmen,mal genauer hinsehen und hinfragen und gucken, was dabei rausk&#228;me, was man damit meint.</p>
<p>Gr&#252;&#223;e,</p>
<p>Helmut</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: ewu simpel</title>
		<link>http://www.eckfenster.de/wordpress/2007/01/14/anne-fadiman-ex-libris-bekenntnisse-einer-bibliomanin/comment-page-1/#comment-5898</link>
		<dc:creator>ewu simpel</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Mar 2007 08:49:46 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.eckfenster.de/wordpress/2007/01/14/anne-fadiman-ex-libris-bekenntnisse-einer-bibliomanin/#comment-5898</guid>
		<description>lieber helmut!

sag&#039; ich doch, und endlich gibst auch du es zu (bedenken):

LESEN IST EINE SEINSWEISE.
(eine griffige formulierung von pennac, ja, schon wieder dieser lehrer, der von der lust zu lesen schreibt, als ob er sich in die liebe seines lebens versenke)

und seine paradoxe wirkung besteht darin, uns von der wirklichkeit abzulenken und gerade dabei - wenn&#039;s gelingt - einen sinn f&#252;r sie zu entwickeln.

insofern ist lesen ein akt der subversion:
es kostet lebenszeit und dehnt sie zugleich.

was f&#252;r ein gl&#252;ck,
was f&#252;r ein laster,
ein leser zu sein.

gr&#252;&#223;e,
uwe.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>lieber helmut!</p>
<p>sag&#8217; ich doch, und endlich gibst auch du es zu (bedenken):</p>
<p>LESEN IST EINE SEINSWEISE.<br />
(eine griffige formulierung von pennac, ja, schon wieder dieser lehrer, der von der lust zu lesen schreibt, als ob er sich in die liebe seines lebens versenke)</p>
<p>und seine paradoxe wirkung besteht darin, uns von der wirklichkeit abzulenken und gerade dabei &#8211; wenn&#8217;s gelingt &#8211; einen sinn f&#252;r sie zu entwickeln.</p>
<p>insofern ist lesen ein akt der subversion:<br />
es kostet lebenszeit und dehnt sie zugleich.</p>
<p>was f&#252;r ein gl&#252;ck,<br />
was f&#252;r ein laster,<br />
ein leser zu sein.</p>
<p>gr&#252;&#223;e,<br />
uwe.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Helmut</title>
		<link>http://www.eckfenster.de/wordpress/2007/01/14/anne-fadiman-ex-libris-bekenntnisse-einer-bibliomanin/comment-page-1/#comment-5830</link>
		<dc:creator>Helmut</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Mar 2007 08:26:31 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.eckfenster.de/wordpress/2007/01/14/anne-fadiman-ex-libris-bekenntnisse-einer-bibliomanin/#comment-5830</guid>
		<description>Lieber Uwe,

noch ein Nachtrag.

Vielleicht kann man manches nur erz&#228;hlen.
Nur erz&#228;hlend angehen.
Vermutlich nicht mal bew&#228;ltigen.
Vielleicht sollte es nur erz&#228;hlt werden. 
Vielleicht ist die darin liegende Qualit&#228;t schon genug Wert an sich.
Und da mag es Erz&#228;hlungen geben, die mir etwas sagen oder nicht. Mit denen es eine Schwingung gibt, eine Interferenz, oder nicht.
Und vielleicht liegt im Erz&#228;hlen - und imanschlie&#223;enden Lesen - bereits so etwas wie Wahrheit. Ein Geschichtsangebot, zur individiuellen Nutzung freigegeben. Freigegeben, es an die eigene Geschichet und ihre Seele zu halten und zu sehen und zu sp&#252;ren, ob es da Kongruenzen gibt, die Worte etwas mitteilen und man etwas empfindet beim Lesen. Was man eben immer so &quot;Kino im Kopf&quot; oder &quot;armchair travelling&quot; nennt.
Lesen ist ja, wenn man es kann, intensives, unter Umst&#228;nden, auch das wird ja vielfach bezeugt, wenn man es nicht von sich selbst kennt, intensiveres Sein; so ist das Lesen schon im Akt des Lesens, ´lebensrelevant´ - nicht nur dadurch, dass es Lebenszeit kostet es zu tun. 
Dieses Paradox, dass man zugleich von sich weg und  - dadurch - n&#228;her zu sich hin kommt, macht einen Teil des Kerns des Lesens und seiner ´Lebensrelevanz´ aus.

Sch&#246;ne Gr&#252;&#223;e,

Helmut</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Uwe,</p>
<p>noch ein Nachtrag.</p>
<p>Vielleicht kann man manches nur erz&#228;hlen.<br />
Nur erz&#228;hlend angehen.<br />
Vermutlich nicht mal bew&#228;ltigen.<br />
Vielleicht sollte es nur erz&#228;hlt werden.<br />
Vielleicht ist die darin liegende Qualit&#228;t schon genug Wert an sich.<br />
Und da mag es Erz&#228;hlungen geben, die mir etwas sagen oder nicht. Mit denen es eine Schwingung gibt, eine Interferenz, oder nicht.<br />
Und vielleicht liegt im Erz&#228;hlen &#8211; und imanschlie&#223;enden Lesen &#8211; bereits so etwas wie Wahrheit. Ein Geschichtsangebot, zur individiuellen Nutzung freigegeben. Freigegeben, es an die eigene Geschichet und ihre Seele zu halten und zu sehen und zu sp&#252;ren, ob es da Kongruenzen gibt, die Worte etwas mitteilen und man etwas empfindet beim Lesen. Was man eben immer so &#8220;Kino im Kopf&#8221; oder &#8220;armchair travelling&#8221; nennt.<br />
Lesen ist ja, wenn man es kann, intensives, unter Umst&#228;nden, auch das wird ja vielfach bezeugt, wenn man es nicht von sich selbst kennt, intensiveres Sein; so ist das Lesen schon im Akt des Lesens, ´lebensrelevant´ &#8211; nicht nur dadurch, dass es Lebenszeit kostet es zu tun.<br />
Dieses Paradox, dass man zugleich von sich weg und  &#8211; dadurch &#8211; n&#228;her zu sich hin kommt, macht einen Teil des Kerns des Lesens und seiner ´Lebensrelevanz´ aus.</p>
<p>Sch&#246;ne Gr&#252;&#223;e,</p>
<p>Helmut</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Helmut</title>
		<link>http://www.eckfenster.de/wordpress/2007/01/14/anne-fadiman-ex-libris-bekenntnisse-einer-bibliomanin/comment-page-1/#comment-5811</link>
		<dc:creator>Helmut</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Mar 2007 20:41:49 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.eckfenster.de/wordpress/2007/01/14/anne-fadiman-ex-libris-bekenntnisse-einer-bibliomanin/#comment-5811</guid>
		<description>Lieber Uwe,

vom Fadiman-Buch sind wir inzwischen ein St&#252;ckel abgekommen, aber das muss nicht zwingend ein Schade sein.

Zun&#228;chst muss sich manches nicht ausschlie&#223;en (man neigt immer zu Dichotomien, Antagonismen oder sonstigem Polar- oder Gegensatzkram): Denkbar, dass man zur erl&#246;sen sollenden Lekt&#252;re greift, immer wieder, und gleichzeitig meint (aber vielleicht nicht mehr als das) einem wirklichen Verstehen n&#228;hergekommen zu sein. 

Dann g&#228;bs ja noch ne M&#246;glichkeit:
Die Erl&#246;sung ist die Zeit der Lekt&#252;re.
Und deswegen, weil es nicht vorh&#228;lt, muss man immer wieder zugreifen.

Lebensrelevant?!:
Tja, da k&#246;nnte man sich auch fragen
-als Ausfluss der Lekt&#252;re
-oder als prinzipielle Haltung

-oder eben noch was anderes

Und man darf sich auch fragen, ob Unterhaltung und kritische Selbstbefragung  sich notwendig ausschlie&#223;ende Gegens&#228;tze sein m&#252;ssen. Man soll und muss sich ja auch nicht immer selbst kasteien. 
Es gibt v&#246;llig unterschiedliche Niveaus von Unterhaltung. 

Zuletzt: 
Auch, ja freilich.
Aber eben nur: Auch.
Die Suchbewegung braucht´s aber erst - ob aus Neugier oder Not oder einer Mischung aus diesem und noch anderem.

Gr&#252;&#223;e,

Helmut</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Uwe,</p>
<p>vom Fadiman-Buch sind wir inzwischen ein St&#252;ckel abgekommen, aber das muss nicht zwingend ein Schade sein.</p>
<p>Zun&#228;chst muss sich manches nicht ausschlie&#223;en (man neigt immer zu Dichotomien, Antagonismen oder sonstigem Polar- oder Gegensatzkram): Denkbar, dass man zur erl&#246;sen sollenden Lekt&#252;re greift, immer wieder, und gleichzeitig meint (aber vielleicht nicht mehr als das) einem wirklichen Verstehen n&#228;hergekommen zu sein. </p>
<p>Dann g&#228;bs ja noch ne M&#246;glichkeit:<br />
Die Erl&#246;sung ist die Zeit der Lekt&#252;re.<br />
Und deswegen, weil es nicht vorh&#228;lt, muss man immer wieder zugreifen.</p>
<p>Lebensrelevant?!:<br />
Tja, da k&#246;nnte man sich auch fragen<br />
-als Ausfluss der Lekt&#252;re<br />
-oder als prinzipielle Haltung</p>
<p>-oder eben noch was anderes</p>
<p>Und man darf sich auch fragen, ob Unterhaltung und kritische Selbstbefragung  sich notwendig ausschlie&#223;ende Gegens&#228;tze sein m&#252;ssen. Man soll und muss sich ja auch nicht immer selbst kasteien.<br />
Es gibt v&#246;llig unterschiedliche Niveaus von Unterhaltung. </p>
<p>Zuletzt:<br />
Auch, ja freilich.<br />
Aber eben nur: Auch.<br />
Die Suchbewegung braucht´s aber erst &#8211; ob aus Neugier oder Not oder einer Mischung aus diesem und noch anderem.</p>
<p>Gr&#252;&#223;e,</p>
<p>Helmut</p>
]]></content:encoded>
	</item>
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