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	<title>Kommentare zu: Petri Tamminen „Mein Onkel und ich“</title>
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		<item>
		<title>Von: Helmut</title>
		<link>http://www.eckfenster.de/wordpress/2007/05/08/petri-tamminen-mein-onkel-und-ich/comment-page-1/#comment-6519</link>
		<dc:creator>Helmut</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 May 2007 06:27:13 +0000</pubDate>
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		<description>Einen sch&#246;nen guten Morgen,

im Augenblick aufgehen - weg von sich, von den Bedenken, den Zweifeln, der Sucherei: Einfach nur da sein, die Melancholie nicht sp&#252;ren wollen - und dann die Ironie [oder den Sarkasmus] der Wirklichkeit, in der es Kollisionen gibt, kleinere oder gr&#246;&#223;ere Unf&#228;lle.
Tr&#246;stlich w&#228;ren dann die ´Wolldecken des Lebens´ - was ein wenig fatal an Linus´ Schmusedecke erinnert -, die herausgehobenen Augenblicke, die sich im Ged&#228;chtnis festsetzen und wichtig werden. Epiphanien sind es vielleicht nicht mehr, aber noch weitl&#228;ufige Verwandte.
Das ist ein ganz realistisches Bild, so kann man´s sehen.

Helmut</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Einen sch&#246;nen guten Morgen,</p>
<p>im Augenblick aufgehen &#8211; weg von sich, von den Bedenken, den Zweifeln, der Sucherei: Einfach nur da sein, die Melancholie nicht sp&#252;ren wollen &#8211; und dann die Ironie [oder den Sarkasmus] der Wirklichkeit, in der es Kollisionen gibt, kleinere oder gr&#246;&#223;ere Unf&#228;lle.<br />
Tr&#246;stlich w&#228;ren dann die ´Wolldecken des Lebens´ &#8211; was ein wenig fatal an Linus´ Schmusedecke erinnert -, die herausgehobenen Augenblicke, die sich im Ged&#228;chtnis festsetzen und wichtig werden. Epiphanien sind es vielleicht nicht mehr, aber noch weitl&#228;ufige Verwandte.<br />
Das ist ein ganz realistisches Bild, so kann man´s sehen.</p>
<p>Helmut</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: ewu simpel</title>
		<link>http://www.eckfenster.de/wordpress/2007/05/08/petri-tamminen-mein-onkel-und-ich/comment-page-1/#comment-6514</link>
		<dc:creator>ewu simpel</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 May 2007 12:17:19 +0000</pubDate>
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		<description>gebongt!
keine reisen, eher touren - so ja auch die bezeichnung in den texten selbst.

ob es sich um ein spezifisches motiv nur bei tamminen handelt und nicht doch &#246;fter in der finnischen oder allgemein skaninaviscvhen literatur finden l&#228;&#223;t, mu&#223; offen bleiben. interessant w&#228;re es, dar&#252;ber mehr zu erfahren.

du hast recht:
die helden scheitern regelm&#228;&#223;ig auch auf diesen touren. deshalb versuchen sie es auch immer wieder. aber was auch in diesem scheitern aufscheint, wenn auch nur in wenigen gegl&#252;ckten momenten, ist ein m&#246;gliches anderes leben. es sind jene momente, die gleicherma&#223;en von angst und sehnsucht entfernt sind, in denen der held aufh&#246;rt schwerm&#252;tig zu sein oder in distanz zu sich zu gehen, sondern im augenblick aufgeht, ja sagen kann zur welt. &quot;wolldecken des lebens&quot; nennt tamminen solche momente im &quot;eros des nordens&quot;. in &quot;mein onkel und ich&quot; gibt es auch einige davon, doch sie werden immer gleich wieder konterkariert: f&#252;r sekunden hat die &quot;welt absolut begreifliche ausma&#223;e&quot; f&#252;r jussi und wenig sp&#228;ter schwindelt es ihn wieder vor der unendlichkeit des universums. (60-61) es gibt sicherlich noch andere stellen, diese ist mir spontan eingefallen. ich m&#252;&#223;te mir das buch noch mal vornehmen. ich wollte damit nur zum ausdruck bringen, da&#223; die touren ganz so ergebnislos nicht sind: obwohl das projekt einer selbst&#252;berwindung scheitert, gibt es momente eines positiven identit&#228;tsgef&#252;hls, immer nur kurz und es &#252;berwiegt nicht die ansonsten gebrochene selbsterfahrung, das will zugeben. aber vielleicht ist f&#252;r einen helden, dem die dinge passieren, der sich meist - mit ausnahme der von ihm initiierten rettungsaktion nach dem selbstmordversuch - dem geschehen passiv &#252;berl&#228;&#223;t, nicht mehr m&#246;glich. 

gr&#252;&#223;e, uwe.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>gebongt!<br />
keine reisen, eher touren &#8211; so ja auch die bezeichnung in den texten selbst.</p>
<p>ob es sich um ein spezifisches motiv nur bei tamminen handelt und nicht doch &#246;fter in der finnischen oder allgemein skaninaviscvhen literatur finden l&#228;&#223;t, mu&#223; offen bleiben. interessant w&#228;re es, dar&#252;ber mehr zu erfahren.</p>
<p>du hast recht:<br />
die helden scheitern regelm&#228;&#223;ig auch auf diesen touren. deshalb versuchen sie es auch immer wieder. aber was auch in diesem scheitern aufscheint, wenn auch nur in wenigen gegl&#252;ckten momenten, ist ein m&#246;gliches anderes leben. es sind jene momente, die gleicherma&#223;en von angst und sehnsucht entfernt sind, in denen der held aufh&#246;rt schwerm&#252;tig zu sein oder in distanz zu sich zu gehen, sondern im augenblick aufgeht, ja sagen kann zur welt. &#8220;wolldecken des lebens&#8221; nennt tamminen solche momente im &#8220;eros des nordens&#8221;. in &#8220;mein onkel und ich&#8221; gibt es auch einige davon, doch sie werden immer gleich wieder konterkariert: f&#252;r sekunden hat die &#8220;welt absolut begreifliche ausma&#223;e&#8221; f&#252;r jussi und wenig sp&#228;ter schwindelt es ihn wieder vor der unendlichkeit des universums. (60-61) es gibt sicherlich noch andere stellen, diese ist mir spontan eingefallen. ich m&#252;&#223;te mir das buch noch mal vornehmen. ich wollte damit nur zum ausdruck bringen, da&#223; die touren ganz so ergebnislos nicht sind: obwohl das projekt einer selbst&#252;berwindung scheitert, gibt es momente eines positiven identit&#228;tsgef&#252;hls, immer nur kurz und es &#252;berwiegt nicht die ansonsten gebrochene selbsterfahrung, das will zugeben. aber vielleicht ist f&#252;r einen helden, dem die dinge passieren, der sich meist &#8211; mit ausnahme der von ihm initiierten rettungsaktion nach dem selbstmordversuch &#8211; dem geschehen passiv &#252;berl&#228;&#223;t, nicht mehr m&#246;glich. </p>
<p>gr&#252;&#223;e, uwe.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Helmut</title>
		<link>http://www.eckfenster.de/wordpress/2007/05/08/petri-tamminen-mein-onkel-und-ich/comment-page-1/#comment-6513</link>
		<dc:creator>Helmut</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 May 2007 11:33:34 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.eckfenster.de/wordpress/2007/05/08/petri-tamminen-mein-onkel-und-ich/#comment-6513</guid>
		<description>Lieber Uwe,

ich bin nicht sicher ob es sich hier um eine finnische oder eine tamminensche Spezialit&#228;t handelt. - 
(Wo sind die finnischen Soziologen?)
Ob man also berechtigt von Tamminen auf den Rest der Finnen schlie&#223;en und von einem &quot;Volkssport&quot; reden darf?

Aufgefallen ist es mir aber auch - vor allem als er im letzten Buch wieder ein solches Thema anschnitt.
Es geht wohl um eigene Unsicherheiten und Probleme - aber wom&#246;glich auch um eine Krise des Mannseins in der heutigen Zeit &#252;berhaupt. 
Um das Konstatieren von Unsicherheit, von mangelnder Rollengewi&#223;heit - und also um die Suche nach einer passenden, neuen oder alten, um Identit&#228;t.
M&#228;nner unter sich verhalten sich anders als in gemischten Gruppen. - Das d&#252;rfte auf Frauen in gleichem Ma&#223; zutreffen. Und das Mann-Frau-Thema ist ja seit Jahren ziemlich viel besprochen. Bis hin zur These der Unvereinbarkeit der Geschlechter.
Nun ja - und was finge man mit so einer Erkenntnis praktisch an?
Reisen - davon, finde ich, kann man bei Tamminen streng genommen gar nicht sprechen. Eher von Ausfl&#252;gen oder Ausbr&#252;chen, von kleinen Fluchten. Unter einer Reise stelle ich mir etwas anderes vor. 
Und so hat es noch einmal eine andere Note. Es ist nicht die gro&#223;e Reise, nicht die gro&#223;e Geste, es ist ein holpriger, tastender Versuch, ein ziemlich ratloses Gucken was geht.
Ob das wirklich zu so etwas wie ´Selbsterfahrung´ taugt? Zumal T.´s Held ja einer ist, der sich nichts traut und kaum etwas zutraut. Ihm passieren Dinge, er tut oder macht oder sucht sie nicht. Sie sto&#223;en ihm zu. Er ist eher ein Gesto&#223;ener als ein Aktiver. Unerwachsen wirkt er, zumindest.

Gr&#252;&#223;e,

Helmut</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Uwe,</p>
<p>ich bin nicht sicher ob es sich hier um eine finnische oder eine tamminensche Spezialit&#228;t handelt. &#8211;<br />
(Wo sind die finnischen Soziologen?)<br />
Ob man also berechtigt von Tamminen auf den Rest der Finnen schlie&#223;en und von einem &#8220;Volkssport&#8221; reden darf?</p>
<p>Aufgefallen ist es mir aber auch &#8211; vor allem als er im letzten Buch wieder ein solches Thema anschnitt.<br />
Es geht wohl um eigene Unsicherheiten und Probleme &#8211; aber wom&#246;glich auch um eine Krise des Mannseins in der heutigen Zeit &#252;berhaupt.<br />
Um das Konstatieren von Unsicherheit, von mangelnder Rollengewi&#223;heit &#8211; und also um die Suche nach einer passenden, neuen oder alten, um Identit&#228;t.<br />
M&#228;nner unter sich verhalten sich anders als in gemischten Gruppen. &#8211; Das d&#252;rfte auf Frauen in gleichem Ma&#223; zutreffen. Und das Mann-Frau-Thema ist ja seit Jahren ziemlich viel besprochen. Bis hin zur These der Unvereinbarkeit der Geschlechter.<br />
Nun ja &#8211; und was finge man mit so einer Erkenntnis praktisch an?<br />
Reisen &#8211; davon, finde ich, kann man bei Tamminen streng genommen gar nicht sprechen. Eher von Ausfl&#252;gen oder Ausbr&#252;chen, von kleinen Fluchten. Unter einer Reise stelle ich mir etwas anderes vor.<br />
Und so hat es noch einmal eine andere Note. Es ist nicht die gro&#223;e Reise, nicht die gro&#223;e Geste, es ist ein holpriger, tastender Versuch, ein ziemlich ratloses Gucken was geht.<br />
Ob das wirklich zu so etwas wie ´Selbsterfahrung´ taugt? Zumal T.´s Held ja einer ist, der sich nichts traut und kaum etwas zutraut. Ihm passieren Dinge, er tut oder macht oder sucht sie nicht. Sie sto&#223;en ihm zu. Er ist eher ein Gesto&#223;ener als ein Aktiver. Unerwachsen wirkt er, zumindest.</p>
<p>Gr&#252;&#223;e,</p>
<p>Helmut</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: ewu simpel</title>
		<link>http://www.eckfenster.de/wordpress/2007/05/08/petri-tamminen-mein-onkel-und-ich/comment-page-1/#comment-6512</link>
		<dc:creator>ewu simpel</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 May 2007 08:04:30 +0000</pubDate>
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		<description>hallO!

die tour, ja, was interessiert mich daran?
vielleicht das unterwegssein zu etwas anderem, das herausfefallensein aus dem vertrauten, gewohnten auf zeit. 

bei tamminen kommt das roadmovie-motiv in allen drei bisher ins deutsche &#252;bersetzten b&#252;chern vor. 
im &quot;eros des nordens&quot; als sauftour zweier sehr unterschiedlicher m&#228;nner in die mittsommern&#228;chtliche finnische provinz: leben im augenblick, draufg&#228;ngertum, alles ist in bewegung, reine gegenw&#228;rtigkeit, erleben des augenblicks, aber auch die tumultgeplagte m&#228;nnliche seele in brunstzeiten, ihre banalit&#228;t und l&#228;cherlichkeit, und auch ihr scheitern an einem im zupacken bestehenden m&#228;nner-rollenbild. 

in den &quot;verstecken&quot; gibt es u.a. die miniatur mit dem titel &quot;die fischerh&#252;tte&quot;, ein ausflug zum angeln, bei denen die m&#228;nner ihre selbstkontrolle verlieren, f&#252;r augenblicke aus der gewohnten welt fallen, fern von zu hause, von der arbeit, ihren frauen. 

und in &quot;mein onkel und ich&quot; nun die tour des depressiven helden ins ehemalige elternhaus, hin zum onkel: als ein projekt gedacht, das bisherige, defizit&#228;re leben hinter sich zu lassen, hin zu etwas anderem zu kommen, etwas geschehen zu lassen, um von sich loszukommen, das eigene &quot;ewige langweilerdasein&quot;. 

ich finde dieses motiv auffallend. immer sind es m&#228;nner, allein oder in gruppen, die unterwegs sind, um die probe aufs exempel zu machen: ihre identit&#228;t zu wechseln oder zu festigen, zu fliehen oder zu best&#228;tigen, und dies mit hilfe des reisens, dann irgendwo ankommen und dort dann die sich bietenden gelegenheiten nutzen. 

ein altbekanntes motiv in der literaturgeschichte, und doch nicht &#252;beraltert, und bei tamminen wieder ins skurril-finnische idiom &#252;bersetzt. mir scheint es fast ein finnischer &quot;volkssport&quot; f&#252;r m&#228;nner zu sein: die tour als selbsterfahrungstrip, scheitern inbegriffen. und mit interessanten einsichten im gep&#228;ck zur&#252;ck in altbekannte leben.

gr&#252;&#223;e, uwe.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>hallO!</p>
<p>die tour, ja, was interessiert mich daran?<br />
vielleicht das unterwegssein zu etwas anderem, das herausfefallensein aus dem vertrauten, gewohnten auf zeit. </p>
<p>bei tamminen kommt das roadmovie-motiv in allen drei bisher ins deutsche &#252;bersetzten b&#252;chern vor.<br />
im &#8220;eros des nordens&#8221; als sauftour zweier sehr unterschiedlicher m&#228;nner in die mittsommern&#228;chtliche finnische provinz: leben im augenblick, draufg&#228;ngertum, alles ist in bewegung, reine gegenw&#228;rtigkeit, erleben des augenblicks, aber auch die tumultgeplagte m&#228;nnliche seele in brunstzeiten, ihre banalit&#228;t und l&#228;cherlichkeit, und auch ihr scheitern an einem im zupacken bestehenden m&#228;nner-rollenbild. </p>
<p>in den &#8220;verstecken&#8221; gibt es u.a. die miniatur mit dem titel &#8220;die fischerh&#252;tte&#8221;, ein ausflug zum angeln, bei denen die m&#228;nner ihre selbstkontrolle verlieren, f&#252;r augenblicke aus der gewohnten welt fallen, fern von zu hause, von der arbeit, ihren frauen. </p>
<p>und in &#8220;mein onkel und ich&#8221; nun die tour des depressiven helden ins ehemalige elternhaus, hin zum onkel: als ein projekt gedacht, das bisherige, defizit&#228;re leben hinter sich zu lassen, hin zu etwas anderem zu kommen, etwas geschehen zu lassen, um von sich loszukommen, das eigene &#8220;ewige langweilerdasein&#8221;. </p>
<p>ich finde dieses motiv auffallend. immer sind es m&#228;nner, allein oder in gruppen, die unterwegs sind, um die probe aufs exempel zu machen: ihre identit&#228;t zu wechseln oder zu festigen, zu fliehen oder zu best&#228;tigen, und dies mit hilfe des reisens, dann irgendwo ankommen und dort dann die sich bietenden gelegenheiten nutzen. </p>
<p>ein altbekanntes motiv in der literaturgeschichte, und doch nicht &#252;beraltert, und bei tamminen wieder ins skurril-finnische idiom &#252;bersetzt. mir scheint es fast ein finnischer &#8220;volkssport&#8221; f&#252;r m&#228;nner zu sein: die tour als selbsterfahrungstrip, scheitern inbegriffen. und mit interessanten einsichten im gep&#228;ck zur&#252;ck in altbekannte leben.</p>
<p>gr&#252;&#223;e, uwe.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Helmut</title>
		<link>http://www.eckfenster.de/wordpress/2007/05/08/petri-tamminen-mein-onkel-und-ich/comment-page-1/#comment-6498</link>
		<dc:creator>Helmut</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 May 2007 15:09:30 +0000</pubDate>
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		<description>Lieber Uwe,

ja, das Buch ist ok., aber vielleicht auch nicht mehr, oder?
Mich hat es auch an den &quot;Eros des Nordens&quot; erinnert, sicher, aber ich fragte mich, ob das gut ist, ob er evtl. nicht genug Stoff hat f&#252;r ein ganz anderes Buch?
Tut mir leid, da muss ich in der Tat den Onkel-Namen &#252;bersehen haben, danke f&#252;r den Hinweis!
Die M&#228;nner-Tour, tja. - F&#228;llt mir so ad hoc gar nicht SOO viel ein, muss ich gestehen. - Warum oder was daran interessiert Dich?
Nett fand ich die ´finnische Art des Existentialismus´.

Gr&#252;&#223;e,

Helmut</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Uwe,</p>
<p>ja, das Buch ist ok., aber vielleicht auch nicht mehr, oder?<br />
Mich hat es auch an den &#8220;Eros des Nordens&#8221; erinnert, sicher, aber ich fragte mich, ob das gut ist, ob er evtl. nicht genug Stoff hat f&#252;r ein ganz anderes Buch?<br />
Tut mir leid, da muss ich in der Tat den Onkel-Namen &#252;bersehen haben, danke f&#252;r den Hinweis!<br />
Die M&#228;nner-Tour, tja. &#8211; F&#228;llt mir so ad hoc gar nicht SOO viel ein, muss ich gestehen. &#8211; Warum oder was daran interessiert Dich?<br />
Nett fand ich die ´finnische Art des Existentialismus´.</p>
<p>Gr&#252;&#223;e,</p>
<p>Helmut</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: ewu simpel</title>
		<link>http://www.eckfenster.de/wordpress/2007/05/08/petri-tamminen-mein-onkel-und-ich/comment-page-1/#comment-6485</link>
		<dc:creator>ewu simpel</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 May 2007 08:28:49 +0000</pubDate>
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		<description>hallo!

mir hat das buch gut gefallen, und es erinnert stark an seinen erstling &quot;der eros des nordens&quot;.
mir liegen die helden von tamminen, ich freunde mich immer sehr schnell mit ihnen an. sie erinnern mich an mich selbst und meinen lebensgang. und auch an meine lekt&#252;re zur jugendzeit: die b&#252;cher des franz&#246;sischen existentialismus, mit ihren anti-helden, die in die welt geworfen und bodenlos einsam trotzdem auf der suche nach so was wie &quot;heimat&quot; sind. mir erscheint tamminen als eine finnische variante davon, schr&#228;ger und vielfach skuril, aber mit derselben wucht, mit der ein grundgef&#252;hl menschlicher existenz beschrieben wird: das nicht angekommensein in der welt und im (eigenen) leben, das fortw&#228;hrende abm&#252;hen mit der eigenen identit&#228;t, wohl und weh des erwachsenwerdens. (das soll kein literaturkritisches label sein, sondern meine assoziationen beim lesen beschreiben.)

der erz&#228;hlerische ton gef&#228;llt mir. diese mischung aus melancholie und humor, aus trauer und skurilit&#228;t. 

die poetischen einsprengsel haben mich an die &quot;verstecke&quot; erinnert. augenblickserfahrungen, in denen vergangenes oder kindheitserinnerungen, in denen ein gef&#252;hl f&#252;r vergangene zeit entsteht und wieder verschwindet, genau und anschaulich beschrieben. 

interessant finde ich, wie in finnland die tour, die reise, der ausflug, vornehmlich von m&#228;nnern unternommen, als selbsterfahrungs- und best&#228;tigungstrip genutzt wird, immer wieder: die reise als identit&#228;tsprobe aufs exempel, ob nun zum angeln, zum saufen, zum tanzen oder zur familie. ein spannendes motiv, das ja in tamminens b&#252;chern oft vorkommt.

&#252;brigens wird der name des onkels schon sehr fr&#252;h verrraten: olli. mir war er schon auf seite 29 aufgefallen, sp&#228;ter wird er immer wieder mal genannt, in den dialogen, als anrede. das wirst du wohl &#252;berlesen haben.

gr&#252;&#223;e, uwe.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>hallo!</p>
<p>mir hat das buch gut gefallen, und es erinnert stark an seinen erstling &#8220;der eros des nordens&#8221;.<br />
mir liegen die helden von tamminen, ich freunde mich immer sehr schnell mit ihnen an. sie erinnern mich an mich selbst und meinen lebensgang. und auch an meine lekt&#252;re zur jugendzeit: die b&#252;cher des franz&#246;sischen existentialismus, mit ihren anti-helden, die in die welt geworfen und bodenlos einsam trotzdem auf der suche nach so was wie &#8220;heimat&#8221; sind. mir erscheint tamminen als eine finnische variante davon, schr&#228;ger und vielfach skuril, aber mit derselben wucht, mit der ein grundgef&#252;hl menschlicher existenz beschrieben wird: das nicht angekommensein in der welt und im (eigenen) leben, das fortw&#228;hrende abm&#252;hen mit der eigenen identit&#228;t, wohl und weh des erwachsenwerdens. (das soll kein literaturkritisches label sein, sondern meine assoziationen beim lesen beschreiben.)</p>
<p>der erz&#228;hlerische ton gef&#228;llt mir. diese mischung aus melancholie und humor, aus trauer und skurilit&#228;t. </p>
<p>die poetischen einsprengsel haben mich an die &#8220;verstecke&#8221; erinnert. augenblickserfahrungen, in denen vergangenes oder kindheitserinnerungen, in denen ein gef&#252;hl f&#252;r vergangene zeit entsteht und wieder verschwindet, genau und anschaulich beschrieben. </p>
<p>interessant finde ich, wie in finnland die tour, die reise, der ausflug, vornehmlich von m&#228;nnern unternommen, als selbsterfahrungs- und best&#228;tigungstrip genutzt wird, immer wieder: die reise als identit&#228;tsprobe aufs exempel, ob nun zum angeln, zum saufen, zum tanzen oder zur familie. ein spannendes motiv, das ja in tamminens b&#252;chern oft vorkommt.</p>
<p>&#252;brigens wird der name des onkels schon sehr fr&#252;h verrraten: olli. mir war er schon auf seite 29 aufgefallen, sp&#228;ter wird er immer wieder mal genannt, in den dialogen, als anrede. das wirst du wohl &#252;berlesen haben.</p>
<p>gr&#252;&#223;e, uwe.</p>
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