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	<title>Kommentare zu: Otto de Kat:  &#8220;Sehnsucht nach Kapstadt&#8221;</title>
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	<description>Bücher, Bücher</description>
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		<title>Von: Helmut</title>
		<link>http://www.eckfenster.de/wordpress/2007/05/23/otto-de-kat-sehnsucht-nach-kapstadt/comment-page-1/#comment-7252</link>
		<dc:creator>Helmut</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Dec 2009 18:16:59 +0000</pubDate>
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		<description>Danke f&#252;r die Stellungnahme - ist immer sch&#246;n eine, noch dazu positive, R&#252;ckmeldung zu bekommen!
De Kat hat in der Tat einen eigent&#252;mlichen, sehr verknappenden Stil, der einem das Gef&#252;hl vermittelt, ein viel l&#228;ngeres Buch gelesen zu haben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke f&#252;r die Stellungnahme &#8211; ist immer sch&#246;n eine, noch dazu positive, R&#252;ckmeldung zu bekommen!<br />
De Kat hat in der Tat einen eigent&#252;mlichen, sehr verknappenden Stil, der einem das Gef&#252;hl vermittelt, ein viel l&#228;ngeres Buch gelesen zu haben.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Australien-Fan</title>
		<link>http://www.eckfenster.de/wordpress/2007/05/23/otto-de-kat-sehnsucht-nach-kapstadt/comment-page-1/#comment-7251</link>
		<dc:creator>Australien-Fan</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Dec 2009 22:33:38 +0000</pubDate>
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		<description>Ich hab das Buch auch gelesen und war begeistert. Der Schreibstil des Autors ist wirklich fesselnd und man hat das Gef&#252;hl hautnah dabei zu sein. Alles ist wie aus Erinnerungen erz&#228;hlt, sehr sch&#246;n.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hab das Buch auch gelesen und war begeistert. Der Schreibstil des Autors ist wirklich fesselnd und man hat das Gef&#252;hl hautnah dabei zu sein. Alles ist wie aus Erinnerungen erz&#228;hlt, sehr sch&#246;n.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Helmut</title>
		<link>http://www.eckfenster.de/wordpress/2007/05/23/otto-de-kat-sehnsucht-nach-kapstadt/comment-page-1/#comment-7055</link>
		<dc:creator>Helmut</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Dec 2007 20:59:41 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo - Hauskauf ?!?),

danke, mache ich gerne - wenn ich genau wei&#223;, um welche Informationen es geht, denn Quellenangaben nenne ich, wenn ich etwas benutze, der Rest ist von mir. - 
Tit mir leid, dass ich erstmal mit einer Gegenfrage antworten muss, sch&#246;ne Gr&#252;&#223;e,

H.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo &#8211; Hauskauf ?!?),</p>
<p>danke, mache ich gerne &#8211; wenn ich genau wei&#223;, um welche Informationen es geht, denn Quellenangaben nenne ich, wenn ich etwas benutze, der Rest ist von mir. &#8211;<br />
Tit mir leid, dass ich erstmal mit einer Gegenfrage antworten muss, sch&#246;ne Gr&#252;&#223;e,</p>
<p>H.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Hauskauf</title>
		<link>http://www.eckfenster.de/wordpress/2007/05/23/otto-de-kat-sehnsucht-nach-kapstadt/comment-page-1/#comment-7054</link>
		<dc:creator>Hauskauf</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Dec 2007 19:16:48 +0000</pubDate>
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		<description>Huhu, ich finde deinen Blog wirklich informativ und moechte nur sagen WOw. Einige Infos wuerde ich gerne genauer nachlesen. Falls du Quellenangaben ueber diesen Beitrag hast, waere es echt lieb von dir, mir Diese mitzuteilen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Huhu, ich finde deinen Blog wirklich informativ und moechte nur sagen WOw. Einige Infos wuerde ich gerne genauer nachlesen. Falls du Quellenangaben ueber diesen Beitrag hast, waere es echt lieb von dir, mir Diese mitzuteilen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: ewu simpel</title>
		<link>http://www.eckfenster.de/wordpress/2007/05/23/otto-de-kat-sehnsucht-nach-kapstadt/comment-page-1/#comment-6678</link>
		<dc:creator>ewu simpel</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Jun 2007 11:17:29 +0000</pubDate>
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		<description>hallo!

nur noch ein kleiner nachtrag, denn &#252;ber das buch herrscht bei uns ja einhelligkeit, im gro&#223;en. und im kleinen sind die unterschiedlichen gewichtungen klar herausgestellt worden.

deine frage, ob ich bei deinen besprechungen ausf&#252;hrlichere inhaltsangaben vermisse, will ich gerne beantworten.
nein, vermi&#223;t habe ich sie nicht. bisweilen gehen mir die besprechungen zu schnell in medias res. aber man kommt trotzdem rein, je weiter man mit der lekt&#252;re deiner &#252;berlegungen kommt. du sagst selbst, da&#223; du das &quot;wie&quot; des erz&#228;hlens vor das &quot;was&quot; des erz&#228;hlten stellst. das hat seine berechtigung. aber sicherlich ist das zusammenspiel von &quot;wie&quot; und &quot;was&quot;, von form und inhalt das entscheidende. ein gemeinplatz, auf dem du dich ja auch tummelst. du nennst die inhaltlichen schwerpunkte und kommst auf die darstellunsgweisen zu sprechen und wie sie mit der geschichte korrelieren, wie bei petterson etwa, oder eben nicht, wie im falle von tasic. 

an meinem eigenen kleinen beitrag zu krabbe kannst du allerdings erkennen, da&#223; ich eine lesart vorgebe, mehr verrate und inhaltlich paraphrasiere. mir geht es um den roten faden, an dem meine lekt&#252;re sich vollzog oder eben nicht, um eine, wenn auch vorl&#228;ufige und nur ansatzweise verwirklichte, erste interpretatorische deutung. wie habe ich die geschichte verstanden und was an ihr und ihrer darstellung hat mich dazu bewogen, sie so zu verstehen. aber das ist mein zugriff, der sich ja auch in den ausf&#252;hrlichen kommentaren immer wieder finden l&#228;&#223;t. neben dem r&#252;ckbezug auf die eigene lebenspraxis, der ja auch nie ausbleibt, bei b&#252;chern, die mich anr&#252;hrten oder best&#252;rzten. jeder wie er kann und mu&#223;.

liebe gr&#252;&#223;e und 
weiter so!
uwe.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>hallo!</p>
<p>nur noch ein kleiner nachtrag, denn &#252;ber das buch herrscht bei uns ja einhelligkeit, im gro&#223;en. und im kleinen sind die unterschiedlichen gewichtungen klar herausgestellt worden.</p>
<p>deine frage, ob ich bei deinen besprechungen ausf&#252;hrlichere inhaltsangaben vermisse, will ich gerne beantworten.<br />
nein, vermi&#223;t habe ich sie nicht. bisweilen gehen mir die besprechungen zu schnell in medias res. aber man kommt trotzdem rein, je weiter man mit der lekt&#252;re deiner &#252;berlegungen kommt. du sagst selbst, da&#223; du das &#8220;wie&#8221; des erz&#228;hlens vor das &#8220;was&#8221; des erz&#228;hlten stellst. das hat seine berechtigung. aber sicherlich ist das zusammenspiel von &#8220;wie&#8221; und &#8220;was&#8221;, von form und inhalt das entscheidende. ein gemeinplatz, auf dem du dich ja auch tummelst. du nennst die inhaltlichen schwerpunkte und kommst auf die darstellunsgweisen zu sprechen und wie sie mit der geschichte korrelieren, wie bei petterson etwa, oder eben nicht, wie im falle von tasic. </p>
<p>an meinem eigenen kleinen beitrag zu krabbe kannst du allerdings erkennen, da&#223; ich eine lesart vorgebe, mehr verrate und inhaltlich paraphrasiere. mir geht es um den roten faden, an dem meine lekt&#252;re sich vollzog oder eben nicht, um eine, wenn auch vorl&#228;ufige und nur ansatzweise verwirklichte, erste interpretatorische deutung. wie habe ich die geschichte verstanden und was an ihr und ihrer darstellung hat mich dazu bewogen, sie so zu verstehen. aber das ist mein zugriff, der sich ja auch in den ausf&#252;hrlichen kommentaren immer wieder finden l&#228;&#223;t. neben dem r&#252;ckbezug auf die eigene lebenspraxis, der ja auch nie ausbleibt, bei b&#252;chern, die mich anr&#252;hrten oder best&#252;rzten. jeder wie er kann und mu&#223;.</p>
<p>liebe gr&#252;&#223;e und<br />
weiter so!<br />
uwe.</p>
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	<item>
		<title>Von: Helmut</title>
		<link>http://www.eckfenster.de/wordpress/2007/05/23/otto-de-kat-sehnsucht-nach-kapstadt/comment-page-1/#comment-6603</link>
		<dc:creator>Helmut</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 02 Jun 2007 06:10:58 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo,

ja, es geht schon immer wieder auch darum: 
Wie bespreche ich ein Buch?
Und diese Frage hat im Hintergrund: Welche Art von Besprechungen lese ich selbst gern oder w&#252;rde ich selbst gern lesen.
Bei mir ist es so, dass ich Rezensionen nicht mag - obwohl man ihnen andererseits zuweilen auch dankbar sein kann -, nach deren Lekt&#252;re ich das Buch nicht mehr lesen brauche oder keine Lust mehr dazu habe. - Etwa weil alles schon verraten scheint.
Darum spare ich ganz gezielt ausf&#252;hrliche Inhaltsangaben oder Plot-Zusammenfassungen aus, versuche aber dennoch mitzuteilen waorum es geht oder was mir wichtig erscheint. - Es w&#228;re manchmal sehr viel leichter, einfach Inhalte zu referieren. Besonders spannend aber vielleicht nicht.
Vor allem:
Was erz&#228;hlt wird ist ganz sicher nicht unwichtig.
Aber dominant f&#252;r die Entscheidung, ob man ein gutes Buch vor sich hat oder nicht, d&#252;rfte doch der Umstand sein, Wie es erz&#228;hlt ist bzw. was es bei mir ausl&#246;st.
Und dar&#252;ber berichte ich.
Ich nehme ein Buch immer auch als Stimmgabel - und sehe, was f&#252;r T&#246;ne es bei mir anschl&#228;gt.
Denn eines der Ziele ist es ja, den Leser der Besprechung vielleicht auch als Leser eines Buches zu gewinnen, das ich gut finde. Das kann ich nicht, wenn ich ihm von vornherein die Spannung nehme.

Trotzdem und andererseits:
War Dein Kommentar eine Kritik dahingehend, dass Du gern mehr Inhaltsreferat h&#228;ttest? Fehlt Dir das?
Wenn ich etwa an de Kat denke: Wenn man dieses Buch ausf&#252;hrlich - und vor allem das Ende - in K&#252;rze erz&#228;hlt bekommen h&#228;tte - w&#228;re da nicht viel kaputt gewesen und die Luft schon halb draussen?
Ich finde ein Buch sollte auch nach der Lekt&#252;re einer Besprechung noch ein Geheimnis haben d&#252;rfen, man sollte noch Endtdeckungen machen k&#246;nnen, &#220;berraschungen erleben.
Guus w&#228;re so eine.
Was Du schreibst ist richtig: Man kann ihn absolut stark machen - obwohl ich den Terminus &quot;Doppelbiographie&quot; hier nicht verwendet h&#228;tte - und Recht behalten. F&#252;r eine eingehende Interpretation w&#228;re er zentral, ganz klar. In der Besprechung habe ich ihn aus gesagten Gr&#252;nden fast vor der T&#252;r gelassen.
Teils entsprach das aber auch meinem Leseeindruck: Mir scheint er nicht ganz so zentral wie Dir.
Sicher, er steht f&#252;r ein Gegenbild, f&#252;r eine andere M&#246;glichkeit, stellt einen Reibungs- und Reflexionspunkt dar. 
Wichtiger als Guus selbst allerdings erschien mir der Schluss: Die Begegnung mit Guus´ Vater. - Denn Robs Vater war ja der Stein des Anstosses und zumindest mit ein Grund seiner ´Flucht´. - Dass er in der Lage war einen anderen Vater zu achten, auf gewisse Weise anzunehmen, ihm auf positive Weise zu begegnen und ihn - und das fand ich gut! - fast (!) zu umarmen, das erschien mir eindr&#252;cklicher als Guus. Und darauf lief die Bekanntschaft mit ihm ja hinaus. 
Ein wenig merkw&#252;rdig erschien mir dieses Kleben an ihm, nachdem er verschwunden war. - Es erinnerte mich an &quot;Das goldene Ei&quot; und die gleichfalls jahrelange Suche des zweiten Opfers dort.
&#220;ber die gewesene Bekanntschaft oder Freundschaft zu Guus n&#228;hert sich Rob einer Vaterfigur an - und wohl so nah, wie es ihm m&#246;glich ist.
Gut fand ich auch, keine drastischen Erkl&#228;rungen f&#252;r die 
Dissonanz zu seinem Vater aufzufahren, sondern sie allenfalls anzudeuten.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo,</p>
<p>ja, es geht schon immer wieder auch darum:<br />
Wie bespreche ich ein Buch?<br />
Und diese Frage hat im Hintergrund: Welche Art von Besprechungen lese ich selbst gern oder w&#252;rde ich selbst gern lesen.<br />
Bei mir ist es so, dass ich Rezensionen nicht mag &#8211; obwohl man ihnen andererseits zuweilen auch dankbar sein kann -, nach deren Lekt&#252;re ich das Buch nicht mehr lesen brauche oder keine Lust mehr dazu habe. &#8211; Etwa weil alles schon verraten scheint.<br />
Darum spare ich ganz gezielt ausf&#252;hrliche Inhaltsangaben oder Plot-Zusammenfassungen aus, versuche aber dennoch mitzuteilen waorum es geht oder was mir wichtig erscheint. &#8211; Es w&#228;re manchmal sehr viel leichter, einfach Inhalte zu referieren. Besonders spannend aber vielleicht nicht.<br />
Vor allem:<br />
Was erz&#228;hlt wird ist ganz sicher nicht unwichtig.<br />
Aber dominant f&#252;r die Entscheidung, ob man ein gutes Buch vor sich hat oder nicht, d&#252;rfte doch der Umstand sein, Wie es erz&#228;hlt ist bzw. was es bei mir ausl&#246;st.<br />
Und dar&#252;ber berichte ich.<br />
Ich nehme ein Buch immer auch als Stimmgabel &#8211; und sehe, was f&#252;r T&#246;ne es bei mir anschl&#228;gt.<br />
Denn eines der Ziele ist es ja, den Leser der Besprechung vielleicht auch als Leser eines Buches zu gewinnen, das ich gut finde. Das kann ich nicht, wenn ich ihm von vornherein die Spannung nehme.</p>
<p>Trotzdem und andererseits:<br />
War Dein Kommentar eine Kritik dahingehend, dass Du gern mehr Inhaltsreferat h&#228;ttest? Fehlt Dir das?<br />
Wenn ich etwa an de Kat denke: Wenn man dieses Buch ausf&#252;hrlich &#8211; und vor allem das Ende &#8211; in K&#252;rze erz&#228;hlt bekommen h&#228;tte &#8211; w&#228;re da nicht viel kaputt gewesen und die Luft schon halb draussen?<br />
Ich finde ein Buch sollte auch nach der Lekt&#252;re einer Besprechung noch ein Geheimnis haben d&#252;rfen, man sollte noch Endtdeckungen machen k&#246;nnen, &#220;berraschungen erleben.<br />
Guus w&#228;re so eine.<br />
Was Du schreibst ist richtig: Man kann ihn absolut stark machen &#8211; obwohl ich den Terminus &#8220;Doppelbiographie&#8221; hier nicht verwendet h&#228;tte &#8211; und Recht behalten. F&#252;r eine eingehende Interpretation w&#228;re er zentral, ganz klar. In der Besprechung habe ich ihn aus gesagten Gr&#252;nden fast vor der T&#252;r gelassen.<br />
Teils entsprach das aber auch meinem Leseeindruck: Mir scheint er nicht ganz so zentral wie Dir.<br />
Sicher, er steht f&#252;r ein Gegenbild, f&#252;r eine andere M&#246;glichkeit, stellt einen Reibungs- und Reflexionspunkt dar.<br />
Wichtiger als Guus selbst allerdings erschien mir der Schluss: Die Begegnung mit Guus´ Vater. &#8211; Denn Robs Vater war ja der Stein des Anstosses und zumindest mit ein Grund seiner ´Flucht´. &#8211; Dass er in der Lage war einen anderen Vater zu achten, auf gewisse Weise anzunehmen, ihm auf positive Weise zu begegnen und ihn &#8211; und das fand ich gut! &#8211; fast (!) zu umarmen, das erschien mir eindr&#252;cklicher als Guus. Und darauf lief die Bekanntschaft mit ihm ja hinaus.<br />
Ein wenig merkw&#252;rdig erschien mir dieses Kleben an ihm, nachdem er verschwunden war. &#8211; Es erinnerte mich an &#8220;Das goldene Ei&#8221; und die gleichfalls jahrelange Suche des zweiten Opfers dort.<br />
&#220;ber die gewesene Bekanntschaft oder Freundschaft zu Guus n&#228;hert sich Rob einer Vaterfigur an &#8211; und wohl so nah, wie es ihm m&#246;glich ist.<br />
Gut fand ich auch, keine drastischen Erkl&#228;rungen f&#252;r die<br />
Dissonanz zu seinem Vater aufzufahren, sondern sie allenfalls anzudeuten.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: ewu simpel</title>
		<link>http://www.eckfenster.de/wordpress/2007/05/23/otto-de-kat-sehnsucht-nach-kapstadt/comment-page-1/#comment-6580</link>
		<dc:creator>ewu simpel</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 May 2007 12:29:20 +0000</pubDate>
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		<description>lieber helmut!

da&#223; du nicht alles verraten willst, ist mir schon bei den anderen besprechungen aufgefallen. auch legst du ja nicht viel gewicht auf die inhaltswiedegabe oder die zusammenfassung des plot. du setzt, je nach buch verschiedene, andere schwerpunkte, und dies sehr zu recht. auch verfolgst du keine konzise deutung der erz&#228;hlten geschichten, was ohnehin in der egel nicht zu leisten ist und auch nicht gegenstand einer besprechung sein mu&#223;.

bei guus allerdings bin ich der meinung, da&#223; er eine bedeutendere rolle im buch spielt, als deine besprechung vermuten l&#228;&#223;t. die erz&#228;hlperspektive ist an die hauptfigur angelehnt, und das ist rob. das ist richtig. aber insgesamt ist der roman eine doppelbiographie, man k&#246;nnte sogar von biographien in schwarz und wei&#223;, in dunkel und hell sprechen. die beiden lebensl&#228;ufe sind eng verkn&#252;pft, stark aufeinander bezogen, und die r&#252;ckblenden auf guss&#039; leben sind sehr bewu&#223;t gesetzt und stark erz&#228;hlt. dort tauchen auch die intensiven und bildertr&#228;chtigen momentaufnahmen einer gl&#252;cklichen kindheit und gegl&#252;ckten vater-sohn-beziehung auf, die mir als kontrastfolie zur vater- und kindheitserfahrung von rob sehr wichtig erscheinen. 
aber sei es wie es soll: du wei&#223;t sicherlich von der bedeutung dieser figur im romanganzen, und du hattest ja deine gr&#252;nde, nicht n&#228;her darauf einzugehen.

was das summarische erz&#228;hlen betrifft: anfangs war ich regelrecht erbost dar&#252;ber, aus welch gro&#223;er ferne der auktoriale erz&#228;hler das schicksal seiner figuren berichtet, wieviel distanz er zwischen sich und ihnen bringt. ich fand sie bisweilen gar nicht recht anschaulich und konkret fa&#223;bar - bis ich das tempo annahm, mich einlie&#223; auf diese &#252;berschauperspektive und der rasanten folge von &#252;beraus gelungenen formulierungen und bilderkaskaden. auch konnte ich, je l&#228;nger die lek&#252;re dauerte, den erz&#228;hlstil und die -struktur mit der charakterlichen disposition des haupthelden rob korrespondieren sehen und fand es immer besser. 
beachtenswert finde ich, da&#223; er bei der geschichte von guus noch andere stilmittel anwendet, nicht mehr nur die lakonie kurzer s&#228;tze und das raffende erz&#228;hlen gro&#223;er zeitbl&#246;cke, sondern auch prosaminiaturen, die augenblickserlebnisse (meist aus der kindheit von guus) sprachlich vergegenw&#228;rtigen, etwa die szene im j&#228;gerzimmer (91-92, 154-155) oder das bild vom jagenden vater (152-153). Dort r&#252;cken die figuren sehr nah an den leser heran und die sprache wird konkret und detailsatt, wohingegen der gr&#246;&#223;te teil des buches in dem lakonischen, summarischen und distanzierten erz&#228;hlstil gehalten ist, was ja auch seine qualit&#228;t ausmacht. dieser unterschied, der vielleicht nur in nuancen besteht, ist mir aufgefallen und interessant fand ich, da&#223; diese stellen in den r&#252;ckblenden auf guus&#039; leben auftauchen. 

abschlie&#223;end: 
ich mu&#223;te mich einlesen, das tempo an- und den rhythmus der s&#228;tze aufnehmen - als dies erreicht war, konnte ich die &#252;berschauartige distanz der erz&#228;hlperspektive akzeptieren, wodurch mir allerdings - und das bis zuletzt - die figur merkw&#252;rdig fernger&#252;ckt vorkam. ich konnte mich ihr nicht empathisch n&#228;hern. der lesegenu&#223; war folglich eher ein intellektueller und weniger ein emotioneller. was auch sein gutes hat. ich habe es sehr genossen - nach der eingew&#246;hnung von einem dutzend seiten. 

ulu liest es gerade. ich werde sie fragen, was sie davon h&#228;lt und es dich wissen lassen.

gr&#252;&#223;e,
uwe.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>lieber helmut!</p>
<p>da&#223; du nicht alles verraten willst, ist mir schon bei den anderen besprechungen aufgefallen. auch legst du ja nicht viel gewicht auf die inhaltswiedegabe oder die zusammenfassung des plot. du setzt, je nach buch verschiedene, andere schwerpunkte, und dies sehr zu recht. auch verfolgst du keine konzise deutung der erz&#228;hlten geschichten, was ohnehin in der egel nicht zu leisten ist und auch nicht gegenstand einer besprechung sein mu&#223;.</p>
<p>bei guus allerdings bin ich der meinung, da&#223; er eine bedeutendere rolle im buch spielt, als deine besprechung vermuten l&#228;&#223;t. die erz&#228;hlperspektive ist an die hauptfigur angelehnt, und das ist rob. das ist richtig. aber insgesamt ist der roman eine doppelbiographie, man k&#246;nnte sogar von biographien in schwarz und wei&#223;, in dunkel und hell sprechen. die beiden lebensl&#228;ufe sind eng verkn&#252;pft, stark aufeinander bezogen, und die r&#252;ckblenden auf guss&#8217; leben sind sehr bewu&#223;t gesetzt und stark erz&#228;hlt. dort tauchen auch die intensiven und bildertr&#228;chtigen momentaufnahmen einer gl&#252;cklichen kindheit und gegl&#252;ckten vater-sohn-beziehung auf, die mir als kontrastfolie zur vater- und kindheitserfahrung von rob sehr wichtig erscheinen.<br />
aber sei es wie es soll: du wei&#223;t sicherlich von der bedeutung dieser figur im romanganzen, und du hattest ja deine gr&#252;nde, nicht n&#228;her darauf einzugehen.</p>
<p>was das summarische erz&#228;hlen betrifft: anfangs war ich regelrecht erbost dar&#252;ber, aus welch gro&#223;er ferne der auktoriale erz&#228;hler das schicksal seiner figuren berichtet, wieviel distanz er zwischen sich und ihnen bringt. ich fand sie bisweilen gar nicht recht anschaulich und konkret fa&#223;bar &#8211; bis ich das tempo annahm, mich einlie&#223; auf diese &#252;berschauperspektive und der rasanten folge von &#252;beraus gelungenen formulierungen und bilderkaskaden. auch konnte ich, je l&#228;nger die lek&#252;re dauerte, den erz&#228;hlstil und die -struktur mit der charakterlichen disposition des haupthelden rob korrespondieren sehen und fand es immer besser.<br />
beachtenswert finde ich, da&#223; er bei der geschichte von guus noch andere stilmittel anwendet, nicht mehr nur die lakonie kurzer s&#228;tze und das raffende erz&#228;hlen gro&#223;er zeitbl&#246;cke, sondern auch prosaminiaturen, die augenblickserlebnisse (meist aus der kindheit von guus) sprachlich vergegenw&#228;rtigen, etwa die szene im j&#228;gerzimmer (91-92, 154-155) oder das bild vom jagenden vater (152-153). Dort r&#252;cken die figuren sehr nah an den leser heran und die sprache wird konkret und detailsatt, wohingegen der gr&#246;&#223;te teil des buches in dem lakonischen, summarischen und distanzierten erz&#228;hlstil gehalten ist, was ja auch seine qualit&#228;t ausmacht. dieser unterschied, der vielleicht nur in nuancen besteht, ist mir aufgefallen und interessant fand ich, da&#223; diese stellen in den r&#252;ckblenden auf guus&#8217; leben auftauchen. </p>
<p>abschlie&#223;end:<br />
ich mu&#223;te mich einlesen, das tempo an- und den rhythmus der s&#228;tze aufnehmen &#8211; als dies erreicht war, konnte ich die &#252;berschauartige distanz der erz&#228;hlperspektive akzeptieren, wodurch mir allerdings &#8211; und das bis zuletzt &#8211; die figur merkw&#252;rdig fernger&#252;ckt vorkam. ich konnte mich ihr nicht empathisch n&#228;hern. der lesegenu&#223; war folglich eher ein intellektueller und weniger ein emotioneller. was auch sein gutes hat. ich habe es sehr genossen &#8211; nach der eingew&#246;hnung von einem dutzend seiten. </p>
<p>ulu liest es gerade. ich werde sie fragen, was sie davon h&#228;lt und es dich wissen lassen.</p>
<p>gr&#252;&#223;e,<br />
uwe.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Helmut</title>
		<link>http://www.eckfenster.de/wordpress/2007/05/23/otto-de-kat-sehnsucht-nach-kapstadt/comment-page-1/#comment-6569</link>
		<dc:creator>Helmut</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 May 2007 18:38:21 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.eckfenster.de/wordpress/2007/05/23/otto-de-kat-sehnsucht-nach-kapstadt/#comment-6569</guid>
		<description>Lieber Uwe,

freut mich sehr, dass wir uns einig sind und dass es Dir gef&#228;llt!
Es ist f&#252;r mich immer die Frage: Was gibt man Preis von einem Buch, was sollte man, auch wenn man es gern erw&#228;hnen w&#252;rde, verschweigen, damit der Leser selbst noch etwas entdecken kann.
Selbstverst&#228;ndlich ist Guus wichtig. - Aber ich wollte die Besprechung nicht zu lang machen - und das w&#228;re sie, noch l&#228;nger jedenfalls, geworden, wenn ich mich noch mit Guus besch&#228;ftigt h&#228;tte. Ausserden hat der Leser so noch was zu entdecken - und etwas, sich selbst Gedanken zu machen. 
Allerdings ist die Geschichte ja mit dem Fokus auf Rob geschrieben und Guus taucht nur in Erz&#228;hlungen &#252;ber ... auf. von daher fand ich es gerechfertigt, auch bei Rob zu bleiben.
Guus als Leitbild? 
So hat er bei mir und meiner Lekt&#252;re nicht gewirkt. 

Selbstverst&#228;ndlich schreibt de Kat ganz anders als Petterson.

&#220;ber den filmischen Eindruck k&#246;nnte man noch etwas nachdenken.

Etwas anders als Du sehe ich die Schilderung des Leidens im Lager, die Du zu schwach fandest. - Diese ins Extrem getriebene Lakonie arbeitet mit gro&#223;em Abstand, sie arbeitet summarisch. Es ging ihm hier schlicht nicht um die Darstellúng des Leidens - er setzte, so wollte mir scheinen, die Kenntnis von dergleichen, wie ich finde zu Recht, voraus - und findet selbst in diesem Zusammenhang noch zu einem ironischen Ton. Dieser Ton mag f&#252;r einen Abstand stehen, der das &#220;berleben im Lager evtl. m&#246;glich gemacht hat. Da wird eine lakonische Summe gezogen.

Wie atmet der Leser?

Gr&#252;&#223;e,

Helmut</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Uwe,</p>
<p>freut mich sehr, dass wir uns einig sind und dass es Dir gef&#228;llt!<br />
Es ist f&#252;r mich immer die Frage: Was gibt man Preis von einem Buch, was sollte man, auch wenn man es gern erw&#228;hnen w&#252;rde, verschweigen, damit der Leser selbst noch etwas entdecken kann.<br />
Selbstverst&#228;ndlich ist Guus wichtig. &#8211; Aber ich wollte die Besprechung nicht zu lang machen &#8211; und das w&#228;re sie, noch l&#228;nger jedenfalls, geworden, wenn ich mich noch mit Guus besch&#228;ftigt h&#228;tte. Ausserden hat der Leser so noch was zu entdecken &#8211; und etwas, sich selbst Gedanken zu machen.<br />
Allerdings ist die Geschichte ja mit dem Fokus auf Rob geschrieben und Guus taucht nur in Erz&#228;hlungen &#252;ber &#8230; auf. von daher fand ich es gerechfertigt, auch bei Rob zu bleiben.<br />
Guus als Leitbild?<br />
So hat er bei mir und meiner Lekt&#252;re nicht gewirkt. </p>
<p>Selbstverst&#228;ndlich schreibt de Kat ganz anders als Petterson.</p>
<p>&#220;ber den filmischen Eindruck k&#246;nnte man noch etwas nachdenken.</p>
<p>Etwas anders als Du sehe ich die Schilderung des Leidens im Lager, die Du zu schwach fandest. &#8211; Diese ins Extrem getriebene Lakonie arbeitet mit gro&#223;em Abstand, sie arbeitet summarisch. Es ging ihm hier schlicht nicht um die Darstellúng des Leidens &#8211; er setzte, so wollte mir scheinen, die Kenntnis von dergleichen, wie ich finde zu Recht, voraus &#8211; und findet selbst in diesem Zusammenhang noch zu einem ironischen Ton. Dieser Ton mag f&#252;r einen Abstand stehen, der das &#220;berleben im Lager evtl. m&#246;glich gemacht hat. Da wird eine lakonische Summe gezogen.</p>
<p>Wie atmet der Leser?</p>
<p>Gr&#252;&#223;e,</p>
<p>Helmut</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: ewu simpel</title>
		<link>http://www.eckfenster.de/wordpress/2007/05/23/otto-de-kat-sehnsucht-nach-kapstadt/comment-page-1/#comment-6530</link>
		<dc:creator>ewu simpel</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 May 2007 14:23:03 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.eckfenster.de/wordpress/2007/05/23/otto-de-kat-sehnsucht-nach-kapstadt/#comment-6530</guid>
		<description>hallo!

auch hier sind wir uns weitgehend einig.
hab&#039; dank f&#252;r den hinweis, autor und buch waren mir bisher unbekannt. eine trouveille.

man kommt ja beim lesen kaum zum atemholen, so temporeich ist dieses erz&#228;hlen, so lakonisch-knapp die s&#228;tze und so suggestiv-dicht die immer wieder dazwischengeschalteten bilder oder vergleiche und metaphern. ein erz&#228;hlsog, so wie du ihn gl&#228;nzend beschrieben hast. mir kam es so vor, als ob de kat eine formale und sprachliche entsprechung zu dem getrieben- und unterwegssein von rob herstellen wolle. perfekt greifen dessen ewiges nicht-ankommen und zugleich gebanntsein an die vergangenheit mit den parataktisch aufeinanderfolgenden, kurzen, verdichtenden s&#228;tzen und den assoziationsreichen und hochemotionalen bilderkaskaden ineinander. eine komplizierte, aber perfekt umgesetzte komposition aus ereignissen und erinnerungen, gegenw&#228;rtigem und vergangenem. und dies wird von von einem auktorialen erz&#228;hler pr&#228;sentiert, der zwischen dem, was er erz&#228;hlt, und dem, was er ausspart, eine schwebende balance zu halten und immer wieder neue spannungsb&#246;gen zu &#246;ffnen versteht. ein lesevergn&#252;gen der besonderen art, so als ob vor einem sich eine filmrolle abspult. auch dieses lesen ein flugerlebnis, wie schon bei petterson - doch durch welch unterschiedlichen erz&#228;hlverfahren hervorgerufen: hier die lakonie eines summarischen, aus weiter distanz agierenden erz&#228;hlens, dort ein kosmos kindlichen erlebens, vergegenw&#228;rtigt durch ein langsames, genaues, intensives, bisweilen pathetisches erz&#228;hlen. und doch kann der leser mit beiden b&#252;chern gleichsam abheben: bei de kat schwebt er &#252;ber dem geschehen und den figuren, bei petterson dagegen taucht er ein in die geschichte und ihre akteure. 

wie du siehst, stimmen wir &#252;berein in der einsch&#228;tzung dieses kleinen gro&#223;en romans. selbst die abstriche, die du am ende summarisch auff&#252;hrst, kann ich unterschreiben. auch mir kam das konstrukt mit dem m&#228;dchen als der quelle seiner entwurzelung etwas zu d&#252;rftig vor. ein unbehagen ergriff mich auch an einigen stellen angesichts der eloquenz und sprachmacht des auktorialen erz&#228;hlers, bisweilen ist mir der abstand zu den figuren zu gro&#223;, so da&#223; sie mir nicht recht nah r&#252;cken wollten, oder die gew&#228;hlten bilder r&#252;ckten das geschehen in eine sph&#228;re, die ihm nicht gerecht wurde. zu sch&#246;n, um wahr zu sein, etwa die passage: &quot;das lager, das an den ufern aufgeschlagen wurde, sollte in den kommenden monaten das spielkasino ihres lebens sein. die chance, es lebend zu verlassen, sch&#228;tzten sie auf vierzig prozent. dreihundert mann unterwegs gestorben, dreihundert mann krnak. wie schnell w&#252;rden die kranken sterben, und wann w&#252;rden die &#252;brigen krank werden? roulette war es. die croupiers harkten die eins&#228;tze zusammen.&quot; (23-24)da ist mir das leiden zu weich gezeichnet, und davon gibt es noch andere stellen. 

das einzige, was mir bei dir zu wenig beachtung bekam, war die geschichte von guus, dem alter ego von rob. es ist doch im ganzen eine doppelbiographie: die geschichte zweier m&#228;nner, die ihre lebensentw&#252;rfe in abh&#228;ngigkeit von ihren v&#228;tern entwickeln. zum einen der &quot;s&#246;ldner des horizonts&quot; und zum anderen der &quot;equilibrist des bew&#228;hrten&quot;, der eine ziellos, der andere zielbewu&#223;t - und was sie verbindet ist, da&#223; beide am ende scheitern: sowohl der, der standh&#228;lt, guus, als auch der, der flieht, rob. und trotzdem ist es guus, der als leitbild f&#252;r den leser &#252;brigbleibt, und auch rob erkennt an einer zentralen stelle, da&#223; die haltung, die ihm guus im lager vorlebte, die richtige ist: &quot;so mu&#223; man leben&quot; (144-145), wie er die szene res&#252;miert, in der guus nach einem nackenschlag wieder seine position in der reihe einnimmt. das ist die vorbildliche entscheidungssicherheit, die aus einem inneren gleichgewicht resultiert, was von rob nie erreicht oder erlebt wurde, er bleibt bis zuletzt auf der flucht. trotzdem erleiden beide das gleiche schicksal: der zielbewu&#223;te wie auch der ziellose lebensentwurf scheitert am ende, beide sterben an den folgen des krieges. das gibt der geschichte eine noch gr&#246;&#223;ere wucht, wie ich finde. wie siehst du das? ist dir guus nicht so wichtig vorgekommen, da du dich fast ausschlie&#223;lich auf die deutung von robs lebenslauf konzentriert hast? oder habe ich was &#252;berlesen?

sch&#246;ne gr&#252;&#223;e, uwe.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>hallo!</p>
<p>auch hier sind wir uns weitgehend einig.<br />
hab&#8217; dank f&#252;r den hinweis, autor und buch waren mir bisher unbekannt. eine trouveille.</p>
<p>man kommt ja beim lesen kaum zum atemholen, so temporeich ist dieses erz&#228;hlen, so lakonisch-knapp die s&#228;tze und so suggestiv-dicht die immer wieder dazwischengeschalteten bilder oder vergleiche und metaphern. ein erz&#228;hlsog, so wie du ihn gl&#228;nzend beschrieben hast. mir kam es so vor, als ob de kat eine formale und sprachliche entsprechung zu dem getrieben- und unterwegssein von rob herstellen wolle. perfekt greifen dessen ewiges nicht-ankommen und zugleich gebanntsein an die vergangenheit mit den parataktisch aufeinanderfolgenden, kurzen, verdichtenden s&#228;tzen und den assoziationsreichen und hochemotionalen bilderkaskaden ineinander. eine komplizierte, aber perfekt umgesetzte komposition aus ereignissen und erinnerungen, gegenw&#228;rtigem und vergangenem. und dies wird von von einem auktorialen erz&#228;hler pr&#228;sentiert, der zwischen dem, was er erz&#228;hlt, und dem, was er ausspart, eine schwebende balance zu halten und immer wieder neue spannungsb&#246;gen zu &#246;ffnen versteht. ein lesevergn&#252;gen der besonderen art, so als ob vor einem sich eine filmrolle abspult. auch dieses lesen ein flugerlebnis, wie schon bei petterson &#8211; doch durch welch unterschiedlichen erz&#228;hlverfahren hervorgerufen: hier die lakonie eines summarischen, aus weiter distanz agierenden erz&#228;hlens, dort ein kosmos kindlichen erlebens, vergegenw&#228;rtigt durch ein langsames, genaues, intensives, bisweilen pathetisches erz&#228;hlen. und doch kann der leser mit beiden b&#252;chern gleichsam abheben: bei de kat schwebt er &#252;ber dem geschehen und den figuren, bei petterson dagegen taucht er ein in die geschichte und ihre akteure. </p>
<p>wie du siehst, stimmen wir &#252;berein in der einsch&#228;tzung dieses kleinen gro&#223;en romans. selbst die abstriche, die du am ende summarisch auff&#252;hrst, kann ich unterschreiben. auch mir kam das konstrukt mit dem m&#228;dchen als der quelle seiner entwurzelung etwas zu d&#252;rftig vor. ein unbehagen ergriff mich auch an einigen stellen angesichts der eloquenz und sprachmacht des auktorialen erz&#228;hlers, bisweilen ist mir der abstand zu den figuren zu gro&#223;, so da&#223; sie mir nicht recht nah r&#252;cken wollten, oder die gew&#228;hlten bilder r&#252;ckten das geschehen in eine sph&#228;re, die ihm nicht gerecht wurde. zu sch&#246;n, um wahr zu sein, etwa die passage: &#8220;das lager, das an den ufern aufgeschlagen wurde, sollte in den kommenden monaten das spielkasino ihres lebens sein. die chance, es lebend zu verlassen, sch&#228;tzten sie auf vierzig prozent. dreihundert mann unterwegs gestorben, dreihundert mann krnak. wie schnell w&#252;rden die kranken sterben, und wann w&#252;rden die &#252;brigen krank werden? roulette war es. die croupiers harkten die eins&#228;tze zusammen.&#8221; (23-24)da ist mir das leiden zu weich gezeichnet, und davon gibt es noch andere stellen. </p>
<p>das einzige, was mir bei dir zu wenig beachtung bekam, war die geschichte von guus, dem alter ego von rob. es ist doch im ganzen eine doppelbiographie: die geschichte zweier m&#228;nner, die ihre lebensentw&#252;rfe in abh&#228;ngigkeit von ihren v&#228;tern entwickeln. zum einen der &#8220;s&#246;ldner des horizonts&#8221; und zum anderen der &#8220;equilibrist des bew&#228;hrten&#8221;, der eine ziellos, der andere zielbewu&#223;t &#8211; und was sie verbindet ist, da&#223; beide am ende scheitern: sowohl der, der standh&#228;lt, guus, als auch der, der flieht, rob. und trotzdem ist es guus, der als leitbild f&#252;r den leser &#252;brigbleibt, und auch rob erkennt an einer zentralen stelle, da&#223; die haltung, die ihm guus im lager vorlebte, die richtige ist: &#8220;so mu&#223; man leben&#8221; (144-145), wie er die szene res&#252;miert, in der guus nach einem nackenschlag wieder seine position in der reihe einnimmt. das ist die vorbildliche entscheidungssicherheit, die aus einem inneren gleichgewicht resultiert, was von rob nie erreicht oder erlebt wurde, er bleibt bis zuletzt auf der flucht. trotzdem erleiden beide das gleiche schicksal: der zielbewu&#223;te wie auch der ziellose lebensentwurf scheitert am ende, beide sterben an den folgen des krieges. das gibt der geschichte eine noch gr&#246;&#223;ere wucht, wie ich finde. wie siehst du das? ist dir guus nicht so wichtig vorgekommen, da du dich fast ausschlie&#223;lich auf die deutung von robs lebenslauf konzentriert hast? oder habe ich was &#252;berlesen?</p>
<p>sch&#246;ne gr&#252;&#223;e, uwe.</p>
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