<?xml version="1.0" encoding="iso-8859-1"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
		>
<channel>
	<title>Kommentare zu: Hans J&#252;rgen von der Wense: &#8220;Wanderjahre&#8221; II</title>
	<atom:link href="http://www.eckfenster.de/wordpress/2007/07/11/hans-jurgen-von-der-wense-wanderjahre-ii/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.eckfenster.de/wordpress/2007/07/11/hans-jurgen-von-der-wense-wanderjahre-ii/</link>
	<description>Bücher, Bücher</description>
	<lastBuildDate>Thu, 02 Jun 2011 21:09:48 +0200</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.8.4</generator>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
		<item>
		<title>Von: MB</title>
		<link>http://www.eckfenster.de/wordpress/2007/07/11/hans-jurgen-von-der-wense-wanderjahre-ii/comment-page-1/#comment-6932</link>
		<dc:creator>MB</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Jul 2007 11:25:33 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.eckfenster.de/wordpress/2007/07/11/hans-jurgen-von-der-wense-wanderjahre-ii/#comment-6932</guid>
		<description>Lieber Helmut,

meine Bemerkung aus dem letzten Kommentar zu den &quot;v&#246;lkischen&quot; Eigenschaften m&#246;chte ich noch kurz relativieren. Es ist v&#246;llig offensichtlich, dass Wense mit der Blut-und-Boden-Politik der Nazis oder dem auch schon halbbraunen Volk-und-Sein-Geraune à la Heidegger nichts am Hut hat.
Er versucht ja, in den Landschaften immer wieder den Anfang, das Urspr&#252;ngliche, den Beginn von Geschichte herauszulesen und kommt so nat&#252;rlich auch zu den Germanenst&#228;mmen, die tats&#228;chlich unterschiedlich waren. Aber das Fass will ich jetzt gar nicht aufmachen, zumal wir doch zuwenig &#252;ber die ollen Germanen wissen.
Stattdessen hier ein Westfalen-Zitat aus den Wanderjahren:

&quot;Wieder das Wesentliche: Eindruck ist ein Gesamter, nicht im Einzelnen. Und so einfach-gro&#223;, da&#223; er viel st&#228;rker und durchgreifender ist als bei jeder anderen Landschaft; darin Gef&#252;hl einer ungeheuren F&#252;lle von Einzelheiten, die nicht ausgedr&#252;ckt, beschrieben werden kann, aber in Wirklichkeit ist Westfalen nur eine gro&#223;e Einfachheit, ein urstarkes Erlebnis von Linie und Terrasse, darin h&#246;chste Primitivit&#228;t, in der alle feingegliederte F&#252;lle sich einf&#252;gt, zusammenklingt, ganz flach geballter Akkord, letzte Reife, Summa, Finale. Ergebnis. Letztes Werk.&quot; (S. 59)
Es ist doch bei aller Spurensuche nach Anf&#228;ngen, die Wense in der Natur betreibt, erstaunlich, dass die Landschaft hier als abgeschlossenes, vollendetes und nicht mehr &#252;berbietbares Werk beschrieben wird und musikalisch empfunden wird. Ausgerechnet Westfalen! k&#246;nnte man jetzt kopfsch&#252;ttelnd und lachend ausrufen, aber zu dieser fast schon zen-buddhistischen Sichtweise m&#252;sste man erstmal kommen. Auch das w&#228;re etwas f&#252;r die Rubrik &quot;Lesen&quot;.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Helmut,</p>
<p>meine Bemerkung aus dem letzten Kommentar zu den &#8220;v&#246;lkischen&#8221; Eigenschaften m&#246;chte ich noch kurz relativieren. Es ist v&#246;llig offensichtlich, dass Wense mit der Blut-und-Boden-Politik der Nazis oder dem auch schon halbbraunen Volk-und-Sein-Geraune à la Heidegger nichts am Hut hat.<br />
Er versucht ja, in den Landschaften immer wieder den Anfang, das Urspr&#252;ngliche, den Beginn von Geschichte herauszulesen und kommt so nat&#252;rlich auch zu den Germanenst&#228;mmen, die tats&#228;chlich unterschiedlich waren. Aber das Fass will ich jetzt gar nicht aufmachen, zumal wir doch zuwenig &#252;ber die ollen Germanen wissen.<br />
Stattdessen hier ein Westfalen-Zitat aus den Wanderjahren:</p>
<p>&#8220;Wieder das Wesentliche: Eindruck ist ein Gesamter, nicht im Einzelnen. Und so einfach-gro&#223;, da&#223; er viel st&#228;rker und durchgreifender ist als bei jeder anderen Landschaft; darin Gef&#252;hl einer ungeheuren F&#252;lle von Einzelheiten, die nicht ausgedr&#252;ckt, beschrieben werden kann, aber in Wirklichkeit ist Westfalen nur eine gro&#223;e Einfachheit, ein urstarkes Erlebnis von Linie und Terrasse, darin h&#246;chste Primitivit&#228;t, in der alle feingegliederte F&#252;lle sich einf&#252;gt, zusammenklingt, ganz flach geballter Akkord, letzte Reife, Summa, Finale. Ergebnis. Letztes Werk.&#8221; (S. 59)<br />
Es ist doch bei aller Spurensuche nach Anf&#228;ngen, die Wense in der Natur betreibt, erstaunlich, dass die Landschaft hier als abgeschlossenes, vollendetes und nicht mehr &#252;berbietbares Werk beschrieben wird und musikalisch empfunden wird. Ausgerechnet Westfalen! k&#246;nnte man jetzt kopfsch&#252;ttelnd und lachend ausrufen, aber zu dieser fast schon zen-buddhistischen Sichtweise m&#252;sste man erstmal kommen. Auch das w&#228;re etwas f&#252;r die Rubrik &#8220;Lesen&#8221;.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Helmut</title>
		<link>http://www.eckfenster.de/wordpress/2007/07/11/hans-jurgen-von-der-wense-wanderjahre-ii/comment-page-1/#comment-6881</link>
		<dc:creator>Helmut</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Jul 2007 04:27:47 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.eckfenster.de/wordpress/2007/07/11/hans-jurgen-von-der-wense-wanderjahre-ii/#comment-6881</guid>
		<description>Lieber Michael,

er schreibt nicht nur &#252;ber sich selbst, das stimmt, aber ich habe &#252;berlegt, ob man ihn nicht dennoch als Egomanen bezeichnen k&#246;nnte. Ich denke man kann. Er beschreibt alles in sehr intensivem Bezug zu sich selbst. - Wobei in dieser Form gegen Egomanie gar nichts einzuwenden ist, das ist kein Argument gegen Wense oder das was er schreibt. 
Du findest er tr&#228;gt hier weniger dick auf? Nun gut, desto besser.
Kreneks Bemerkung zu Wense hatte ich auch gelesen, aber es ist eine einsame Stimme. Trotzdem kann es gut sein, dass er selbst da mehr wollte oder sich selbst schien, als es anderen vorkam.
Was den ´Fluchtimpuls´ angeht hast Du sicher recht - er erscheint - oder inszeniert sich - als ein Getriebener. Das, das (fast) fortw&#228;hrende Getragenwerden von der Begeisterung &#252;ber die Sch&#246;pfung d&#252;rfte ein wesentlicher Zug der Charakterisierung Wenses sein.
Und nicht nur diesbez&#252;glich m&#246;chte ich daf&#252;r pl&#228;dieren Wense weniger psychologisch, was, das sehe ich schon, durchaus nahe l&#228;ge, als vielmehr &#228;sthetisch zu betrachten.
Ist nicht schon dieser Fluchtimpuls im Grunde ein durchaus vern&#252;nftiger? - H&#252;bsch die Vorstellung, das h&#228;tten alle so gemacht in dieser Zeit; einfach gerade nicht da. Nat&#252;rlich ist das keine politische Haltung, mit der man reussieren oder mit der man Staat machen kann. Trotzdem k&#246;nnte man es auch fast wieder merkw&#252;rdig, dass es offenbar so selten - &#252;berhaupt noch einmal? - praktiziert worden ist.
Seine Wanderlust - wobei man sich schon die Frage stellen m&#252;sste, wie viel ´Lust´ dabei war und was sie erg&#228;nzte - hat etwas von einem Erobern, wenn auch des eigenen Landes. - Wense erscheint heute vielleicht allzu leicht als komische Figur, als Don Quijote von G&#246;ttingen und Umgebung. Dass dieser Eindruck aufkommen kann, ist nicht v&#246;llig von der Hand zu weisen, dennoch w&#228;re es gerade interessant, ihn mal beiseite zu lassen und n&#228;her hinzusehen. Das soll noch in weiteren Teilen geschehen.
Was die Bedeutung regionaler Charaktere in der fraglichen Zeit angeht, kennt man ja auch das Werk von Nadler - oder spieltest Du auf ihn an? -; allerdings darf man sich auch hier vielleicht fragen, ob das alles barer Unsinnn ist - oder ob man es doch mehr aus dem Zusammenhang heraus diskreditiert?
Wenn Du das Zitat noch findest...?

Die Lesen-Rubrik war quasi unsichtbar - bis der erste Beitrag geschrieben wurde. Das habe ich mal getan und bin gespannt auf Eure Einlassungen und worauf wir sto&#223;en werden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Michael,</p>
<p>er schreibt nicht nur &#252;ber sich selbst, das stimmt, aber ich habe &#252;berlegt, ob man ihn nicht dennoch als Egomanen bezeichnen k&#246;nnte. Ich denke man kann. Er beschreibt alles in sehr intensivem Bezug zu sich selbst. &#8211; Wobei in dieser Form gegen Egomanie gar nichts einzuwenden ist, das ist kein Argument gegen Wense oder das was er schreibt.<br />
Du findest er tr&#228;gt hier weniger dick auf? Nun gut, desto besser.<br />
Kreneks Bemerkung zu Wense hatte ich auch gelesen, aber es ist eine einsame Stimme. Trotzdem kann es gut sein, dass er selbst da mehr wollte oder sich selbst schien, als es anderen vorkam.<br />
Was den ´Fluchtimpuls´ angeht hast Du sicher recht &#8211; er erscheint &#8211; oder inszeniert sich &#8211; als ein Getriebener. Das, das (fast) fortw&#228;hrende Getragenwerden von der Begeisterung &#252;ber die Sch&#246;pfung d&#252;rfte ein wesentlicher Zug der Charakterisierung Wenses sein.<br />
Und nicht nur diesbez&#252;glich m&#246;chte ich daf&#252;r pl&#228;dieren Wense weniger psychologisch, was, das sehe ich schon, durchaus nahe l&#228;ge, als vielmehr &#228;sthetisch zu betrachten.<br />
Ist nicht schon dieser Fluchtimpuls im Grunde ein durchaus vern&#252;nftiger? &#8211; H&#252;bsch die Vorstellung, das h&#228;tten alle so gemacht in dieser Zeit; einfach gerade nicht da. Nat&#252;rlich ist das keine politische Haltung, mit der man reussieren oder mit der man Staat machen kann. Trotzdem k&#246;nnte man es auch fast wieder merkw&#252;rdig, dass es offenbar so selten &#8211; &#252;berhaupt noch einmal? &#8211; praktiziert worden ist.<br />
Seine Wanderlust &#8211; wobei man sich schon die Frage stellen m&#252;sste, wie viel ´Lust´ dabei war und was sie erg&#228;nzte &#8211; hat etwas von einem Erobern, wenn auch des eigenen Landes. &#8211; Wense erscheint heute vielleicht allzu leicht als komische Figur, als Don Quijote von G&#246;ttingen und Umgebung. Dass dieser Eindruck aufkommen kann, ist nicht v&#246;llig von der Hand zu weisen, dennoch w&#228;re es gerade interessant, ihn mal beiseite zu lassen und n&#228;her hinzusehen. Das soll noch in weiteren Teilen geschehen.<br />
Was die Bedeutung regionaler Charaktere in der fraglichen Zeit angeht, kennt man ja auch das Werk von Nadler &#8211; oder spieltest Du auf ihn an? -; allerdings darf man sich auch hier vielleicht fragen, ob das alles barer Unsinnn ist &#8211; oder ob man es doch mehr aus dem Zusammenhang heraus diskreditiert?<br />
Wenn Du das Zitat noch findest&#8230;?</p>
<p>Die Lesen-Rubrik war quasi unsichtbar &#8211; bis der erste Beitrag geschrieben wurde. Das habe ich mal getan und bin gespannt auf Eure Einlassungen und worauf wir sto&#223;en werden.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: MB</title>
		<link>http://www.eckfenster.de/wordpress/2007/07/11/hans-jurgen-von-der-wense-wanderjahre-ii/comment-page-1/#comment-6865</link>
		<dc:creator>MB</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Jul 2007 10:02:15 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.eckfenster.de/wordpress/2007/07/11/hans-jurgen-von-der-wense-wanderjahre-ii/#comment-6865</guid>
		<description>Lieber Helmut,

mit den von Dir zitierten Passagen gelingt es doch sehr gut, auch die anderen Facetten Wenses aufzuzeigen. Er schreibt eben nicht nur &#252;ber sich selbst oder &#252;ber die Orte, die er erwandert hat, samt ihrer Geschichte, sondern ist auch ein hellsichtiger Kommentator seiner Zeit. Ich bin mit der Lekt&#252;re des Werkes inzwischen auch fortgeschritten und muss mein etwas hartes Urteil aus einem der letzten Kommentare zu Wense abmildern. Mein Eindruck vom Gro&#223;sprecherischen, von der Egozentrik Wenses, kam noch von der Lekt&#252;re der &quot;Werke von A-Z&quot; her, wo es mir gelegentlich auf den Senkel ging. Das &quot;Wanderbuch&quot; ist ja doch von anderem Zuschnitt.
Du zweifelst zu Recht an, ob Wense wirklich vor allem wegen des Nationalsozialismus in tiefe Depressionen, von denen er ja selber berichtet, gefallen ist. Dennoch darf man nicht vergessen, dass Wense ja als atonaler Musiker in den 20er Jahren nicht g&#228;nzlich unbekannt war, also sicher auf der Liste &quot;entarteter K&#252;nstler&quot; stand (er war aber bestimmt nicht der gro&#223;e Erneuerer der Musik, f&#252;r den er sich hielt - ein relativierendes Urteil zu Ws. Musik liefert z.B. Ernst Krenek in seiner Autobiographie &quot;Im Atem der Zeit&quot;). Wense war also durchaus gef&#228;hrdet, nicht nur aufgrund seiner abweichenden politischen Meinung, die man ja immer auch verbergen konnte, wenn man wollte. Die unz&#228;hligen Wanderungen in diesen Jahren sind sicher auch von einem Fluchtimpuls motiviert, der Wense aber eben nicht &#252;ber die Landesgrenzen, sondern in eher &quot;nazifreie&quot; Gegenden f&#252;hrte.
&#220;ber seine Selbsteinsch&#228;tzung als mittelalterlichen Menschen habe ich auch schon gegr&#252;belt, ohne so recht zu einem Ergebnis zu kommen. Auff&#228;llig finde ich seine Vorliebe f&#252;r die Sachsen, die er beharrlich &quot;Saxen&quot; schreibt und mit ihnen eben nicht die Ossis meint, sondern sich auf die Karolinger- und Ottonenzeit bezieht. Auch die Chatten und Westfalen als germanische St&#228;mme haben es ihm ja angetan. Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass auch die gleichgeschaltete Kunstgeschichte der 30er Jahre versucht hat, regionale stilistische Eigenheiten aus dem Charakter der &quot;Volksst&#228;mme&quot; herauszulesen. Zumindest daf&#252;r d&#252;rfte Wense anf&#228;llig gewesen sein.

Ein Zitat &#252;ber Westfalen wollte ich noch bringen und kurz kommentieren, nun finde ich es nicht auf die Schnelle - egal.

Wo ist eigentlich die neue &quot;Lesen&quot;-Rubrik zu finden?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Helmut,</p>
<p>mit den von Dir zitierten Passagen gelingt es doch sehr gut, auch die anderen Facetten Wenses aufzuzeigen. Er schreibt eben nicht nur &#252;ber sich selbst oder &#252;ber die Orte, die er erwandert hat, samt ihrer Geschichte, sondern ist auch ein hellsichtiger Kommentator seiner Zeit. Ich bin mit der Lekt&#252;re des Werkes inzwischen auch fortgeschritten und muss mein etwas hartes Urteil aus einem der letzten Kommentare zu Wense abmildern. Mein Eindruck vom Gro&#223;sprecherischen, von der Egozentrik Wenses, kam noch von der Lekt&#252;re der &#8220;Werke von A-Z&#8221; her, wo es mir gelegentlich auf den Senkel ging. Das &#8220;Wanderbuch&#8221; ist ja doch von anderem Zuschnitt.<br />
Du zweifelst zu Recht an, ob Wense wirklich vor allem wegen des Nationalsozialismus in tiefe Depressionen, von denen er ja selber berichtet, gefallen ist. Dennoch darf man nicht vergessen, dass Wense ja als atonaler Musiker in den 20er Jahren nicht g&#228;nzlich unbekannt war, also sicher auf der Liste &#8220;entarteter K&#252;nstler&#8221; stand (er war aber bestimmt nicht der gro&#223;e Erneuerer der Musik, f&#252;r den er sich hielt &#8211; ein relativierendes Urteil zu Ws. Musik liefert z.B. Ernst Krenek in seiner Autobiographie &#8220;Im Atem der Zeit&#8221;). Wense war also durchaus gef&#228;hrdet, nicht nur aufgrund seiner abweichenden politischen Meinung, die man ja immer auch verbergen konnte, wenn man wollte. Die unz&#228;hligen Wanderungen in diesen Jahren sind sicher auch von einem Fluchtimpuls motiviert, der Wense aber eben nicht &#252;ber die Landesgrenzen, sondern in eher &#8220;nazifreie&#8221; Gegenden f&#252;hrte.<br />
&#220;ber seine Selbsteinsch&#228;tzung als mittelalterlichen Menschen habe ich auch schon gegr&#252;belt, ohne so recht zu einem Ergebnis zu kommen. Auff&#228;llig finde ich seine Vorliebe f&#252;r die Sachsen, die er beharrlich &#8220;Saxen&#8221; schreibt und mit ihnen eben nicht die Ossis meint, sondern sich auf die Karolinger- und Ottonenzeit bezieht. Auch die Chatten und Westfalen als germanische St&#228;mme haben es ihm ja angetan. Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass auch die gleichgeschaltete Kunstgeschichte der 30er Jahre versucht hat, regionale stilistische Eigenheiten aus dem Charakter der &#8220;Volksst&#228;mme&#8221; herauszulesen. Zumindest daf&#252;r d&#252;rfte Wense anf&#228;llig gewesen sein.</p>
<p>Ein Zitat &#252;ber Westfalen wollte ich noch bringen und kurz kommentieren, nun finde ich es nicht auf die Schnelle &#8211; egal.</p>
<p>Wo ist eigentlich die neue &#8220;Lesen&#8221;-Rubrik zu finden?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
</rss>

