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	<title>Kommentare zu: Einzelne B&#252;cher, die das Leben ver&#228;nderten?</title>
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	<description>Bücher, Bücher</description>
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		<title>Von: Helmut</title>
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		<dc:creator>Helmut</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 May 2008 20:23:11 +0000</pubDate>
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		<description>Der nachgelieferte biographische Hinweis ist in diesem Zusammenhang doch ganz wertvoll, da er ein Licht auf ihre Bartleby-Lekt&#252;re wirft und diese unter einem Aspekt zeigt, den man verstehen kann und unter dem man selbst die Bartleby-N&#228;he verstehen kann, den Drang (Zwang?), lieber nicht zu m&#246;gen.

Etwas anderes sprichst Du an, mit dieser Janusgesichtigkeit des Lesens, auf die wir, denke ich, zumindest in andrem Zusammenhang, schon gekommen waren. 
Und beides, beide Bewegungen, die weg vom Ich und die hin zu ihm oder zur Erkenntnis oder... k&#246;nnen mit Gl&#252;ck zu tun haben, das der Katalysator ´lesen´ angestossen hat. 
Es ist schon interessant, dass das Gehirntier doch zuweilen Abstand von zu viel Hirn, von zu viel Klarheit von zu viel...? braucht und sich verschafft, sei es durch Kunst, durchs Lesen oder mittels anderer R&#228;usche.
Allerdings sind diese beiden Bewegungen so klar geschieden vermutlich nicht, wie wir es uns der Einfachheit halber w&#252;nschen w&#252;rden - kann dieses Pendeln sich nicht &#252;berlagern und quasi synchron geschehen? 
Und was hat es auf sich mit dem Schillerschen ´Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt´ - was man leicht modifizieren k&#246;nnte: ´wo er liest´?
Es ist eine Erleichterung, ein Loslassen, auch eine Befreiung, es ist eine Art Urlaub. Paradox erscheint, dass gerade dieser Urlaub ein gl&#252;cklicheres Sich-Selbst-Inne-Werden zur Folge hat, aber vielleicht ist es das gar nicht, vielleicht ist es vielmehr nur folgerichtig.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Der nachgelieferte biographische Hinweis ist in diesem Zusammenhang doch ganz wertvoll, da er ein Licht auf ihre Bartleby-Lekt&#252;re wirft und diese unter einem Aspekt zeigt, den man verstehen kann und unter dem man selbst die Bartleby-N&#228;he verstehen kann, den Drang (Zwang?), lieber nicht zu m&#246;gen.</p>
<p>Etwas anderes sprichst Du an, mit dieser Janusgesichtigkeit des Lesens, auf die wir, denke ich, zumindest in andrem Zusammenhang, schon gekommen waren.<br />
Und beides, beide Bewegungen, die weg vom Ich und die hin zu ihm oder zur Erkenntnis oder&#8230; k&#246;nnen mit Gl&#252;ck zu tun haben, das der Katalysator ´lesen´ angestossen hat.<br />
Es ist schon interessant, dass das Gehirntier doch zuweilen Abstand von zu viel Hirn, von zu viel Klarheit von zu viel&#8230;? braucht und sich verschafft, sei es durch Kunst, durchs Lesen oder mittels anderer R&#228;usche.<br />
Allerdings sind diese beiden Bewegungen so klar geschieden vermutlich nicht, wie wir es uns der Einfachheit halber w&#252;nschen w&#252;rden &#8211; kann dieses Pendeln sich nicht &#252;berlagern und quasi synchron geschehen?<br />
Und was hat es auf sich mit dem Schillerschen ´Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt´ &#8211; was man leicht modifizieren k&#246;nnte: ´wo er liest´?<br />
Es ist eine Erleichterung, ein Loslassen, auch eine Befreiung, es ist eine Art Urlaub. Paradox erscheint, dass gerade dieser Urlaub ein gl&#252;cklicheres Sich-Selbst-Inne-Werden zur Folge hat, aber vielleicht ist es das gar nicht, vielleicht ist es vielmehr nur folgerichtig.</p>
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		<title>Von: uwe</title>
		<link>http://www.eckfenster.de/wordpress/2007/11/26/einzelne-buecher-die-das-leben-veraenderten/comment-page-1/#comment-7144</link>
		<dc:creator>uwe</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 May 2008 09:11:33 +0000</pubDate>
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		<description>Mir erging es beim Lesen dieser Notiz &#228;hnlich wie dir: die arme Frau - wie kann sie sich nur mit einer Figur der Arbeits- und Lebensverweigerung identifizieren? So viel ich weiss, stammt sie aus der Ex-DDR und nahm sich das Bartleby-Stereotyp &quot;Ich will lieber nicht&quot; zum Vorbild einer oppositionellen Haltung, einer Haltung des Nicht-Mitmachens, des Protestes - so jedenfalls k&#246;nnte man die paar Zeilen interpretieren, die sie in der Spiegel-Marginalie noch mitteilt.
Mir hat die Gegen&#252;berstellung von Sich-selbst-vergessen und Sich-selbst-wiederfinden gefallen, die beiden Pole, die im Akt des Lesens eines wichtige Rolle zu spielen scheinen. Mal vergisst man sich, die Zeit, die Welt beim Lesen, und mal st&#252;rzt man gleichsam in die Tiefe des Selbsterkennens. Diese Gegen&#252;berstellung fand ich gut, vor allem wie sie in einem Satz untergebracht wurde.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Mir erging es beim Lesen dieser Notiz &#228;hnlich wie dir: die arme Frau &#8211; wie kann sie sich nur mit einer Figur der Arbeits- und Lebensverweigerung identifizieren? So viel ich weiss, stammt sie aus der Ex-DDR und nahm sich das Bartleby-Stereotyp &#8220;Ich will lieber nicht&#8221; zum Vorbild einer oppositionellen Haltung, einer Haltung des Nicht-Mitmachens, des Protestes &#8211; so jedenfalls k&#246;nnte man die paar Zeilen interpretieren, die sie in der Spiegel-Marginalie noch mitteilt.<br />
Mir hat die Gegen&#252;berstellung von Sich-selbst-vergessen und Sich-selbst-wiederfinden gefallen, die beiden Pole, die im Akt des Lesens eines wichtige Rolle zu spielen scheinen. Mal vergisst man sich, die Zeit, die Welt beim Lesen, und mal st&#252;rzt man gleichsam in die Tiefe des Selbsterkennens. Diese Gegen&#252;berstellung fand ich gut, vor allem wie sie in einem Satz untergebracht wurde.</p>
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		<title>Von: Helmut</title>
		<link>http://www.eckfenster.de/wordpress/2007/11/26/einzelne-buecher-die-das-leben-veraenderten/comment-page-1/#comment-7142</link>
		<dc:creator>Helmut</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 May 2008 13:14:50 +0000</pubDate>
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		<description>Danke f&#252;r die Mitteilung dieser Fundstelle. - Bartleby scheint ja [immer noch] einige Gem&#252;ter zu besch&#228;ftigen.
Diese kurze Bemerkung finde ich dennoch interessant. Einmal ist dieses Ber&#252;hrtwerden von einem Werk stets etwas Besonderes. Zum andern dachte ich unwillk&#252;rlich: ´Die arme Frau´. - Denn mit Bartleby, der ja eine ganz finstere Figur ist, sich auf diese Art identifizieren zu k&#246;nnen, erfordert doch wohl eine &#196;hnlichkeit, die man keinem w&#252;nschen m&#246;chte. Andererseits scheint er ja eine enorme Charakterst&#228;rke - oder wie man seine Haltung, seine Weigerung interpretieren mag - besessen zu haben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke f&#252;r die Mitteilung dieser Fundstelle. &#8211; Bartleby scheint ja [immer noch] einige Gem&#252;ter zu besch&#228;ftigen.<br />
Diese kurze Bemerkung finde ich dennoch interessant. Einmal ist dieses Ber&#252;hrtwerden von einem Werk stets etwas Besonderes. Zum andern dachte ich unwillk&#252;rlich: ´Die arme Frau´. &#8211; Denn mit Bartleby, der ja eine ganz finstere Figur ist, sich auf diese Art identifizieren zu k&#246;nnen, erfordert doch wohl eine &#196;hnlichkeit, die man keinem w&#252;nschen m&#246;chte. Andererseits scheint er ja eine enorme Charakterst&#228;rke &#8211; oder wie man seine Haltung, seine Weigerung interpretieren mag &#8211; besessen zu haben.</p>
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		<title>Von: uwe</title>
		<link>http://www.eckfenster.de/wordpress/2007/11/26/einzelne-buecher-die-das-leben-veraenderten/comment-page-1/#comment-7140</link>
		<dc:creator>uwe</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 May 2008 08:10:28 +0000</pubDate>
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		<description>Gestern im &quot;Spiegel&quot; Nr. 17 (2008) gebl&#228;ttert und folgende Notiz der Schriftstellerin Katja M&#252;ller-Lange gefunden. Sie schreibt &#252;ber ihre Erstlekt&#252;re von Melvilles &quot;Bartleby&quot; folgenden Satz:
&quot;An diesem Tag verga&#223; ich mich nicht beim Lesen, sondern f&#252;hlte mich zum ersten Mal an mich selbst erinnert.&quot;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern im &#8220;Spiegel&#8221; Nr. 17 (2008) gebl&#228;ttert und folgende Notiz der Schriftstellerin Katja M&#252;ller-Lange gefunden. Sie schreibt &#252;ber ihre Erstlekt&#252;re von Melvilles &#8220;Bartleby&#8221; folgenden Satz:<br />
&#8220;An diesem Tag verga&#223; ich mich nicht beim Lesen, sondern f&#252;hlte mich zum ersten Mal an mich selbst erinnert.&#8221;</p>
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		<title>Von: Helmut</title>
		<link>http://www.eckfenster.de/wordpress/2007/11/26/einzelne-buecher-die-das-leben-veraenderten/comment-page-1/#comment-7126</link>
		<dc:creator>Helmut</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Apr 2008 21:32:58 +0000</pubDate>
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		<description>DIESE Momente - ja, warum wollen nur alle erl&#246;st sein?!

Weg von sich und doch ganz hin, am besten in einer einzigen paradoxen Bewegung.

Das riecht fast nach Zen-Buddhismus.

Ein Benjamin-Schl&#252;sselerlebnis bei mir? - 
Auch wenn es entt&#228;uschend sein mag, ich kann mich an keines erinnern. 
Jedenfalls nicht so.
Aber es gibt zumindest etwas &#228;hnliches. 
Leider wei&#223; ich nicht mal mehr, was ich von ihm zuerst las oder in welchem Alter.
Vermutlich bin ich zu allererst bei Hermann Hesse auf diesen Namen gestossen. Hesse hatte Benjamins &quot;Einbahnstra&#223;e&quot; besprochen. Und vielleicht war das auch der erste Text von ihm, den ich in die Finger und unter die Augen bekam, nicht unwahrscheinlich. 
Was Benjamins Texte mir vermittelten, hat mit den Worten ´Gl&#252;ck´ und ´Trauer´ und ´Sch&#246;nheit´ und ´Traum´ zu tun, um nur diese zu nennen. Und was mich sehr anzog, war dies ineins von Theorie und Anschauung, von Philosophie und Dichtung, von Suchen und Erkl&#228;ren aud er einen und von Einbildungs- und Empfindungskraft auf der anderen Seite.
Benjamins Texte sind zaubrische, insofern sie auf elaborierte Art sehr unentfremdete sind. Kindheitserfahrung wird im Handumdrehen theorief&#228;hig. Wo gibt es das sonst noch? - Und auf so &#252;berzeugende, evidnete Art?
Es ist also vielleicht kein Schl&#252;sselerlebnis, auf das man mit dem Finger zeigen k&#246;nnte, es ist eines der Bem&#252;hung, der ersten Verwirrung und trotzdem des Angezogenseins und Verstehenwollens. 
Und es als mir dann noch eines Tages wie Schuppen von den Augen fiel, dass er am gleichen Tag Geburtstag hat wie ich...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>DIESE Momente &#8211; ja, warum wollen nur alle erl&#246;st sein?!</p>
<p>Weg von sich und doch ganz hin, am besten in einer einzigen paradoxen Bewegung.</p>
<p>Das riecht fast nach Zen-Buddhismus.</p>
<p>Ein Benjamin-Schl&#252;sselerlebnis bei mir? &#8211;<br />
Auch wenn es entt&#228;uschend sein mag, ich kann mich an keines erinnern.<br />
Jedenfalls nicht so.<br />
Aber es gibt zumindest etwas &#228;hnliches.<br />
Leider wei&#223; ich nicht mal mehr, was ich von ihm zuerst las oder in welchem Alter.<br />
Vermutlich bin ich zu allererst bei Hermann Hesse auf diesen Namen gestossen. Hesse hatte Benjamins &#8220;Einbahnstra&#223;e&#8221; besprochen. Und vielleicht war das auch der erste Text von ihm, den ich in die Finger und unter die Augen bekam, nicht unwahrscheinlich.<br />
Was Benjamins Texte mir vermittelten, hat mit den Worten ´Gl&#252;ck´ und ´Trauer´ und ´Sch&#246;nheit´ und ´Traum´ zu tun, um nur diese zu nennen. Und was mich sehr anzog, war dies ineins von Theorie und Anschauung, von Philosophie und Dichtung, von Suchen und Erkl&#228;ren aud er einen und von Einbildungs- und Empfindungskraft auf der anderen Seite.<br />
Benjamins Texte sind zaubrische, insofern sie auf elaborierte Art sehr unentfremdete sind. Kindheitserfahrung wird im Handumdrehen theorief&#228;hig. Wo gibt es das sonst noch? &#8211; Und auf so &#252;berzeugende, evidnete Art?<br />
Es ist also vielleicht kein Schl&#252;sselerlebnis, auf das man mit dem Finger zeigen k&#246;nnte, es ist eines der Bem&#252;hung, der ersten Verwirrung und trotzdem des Angezogenseins und Verstehenwollens.<br />
Und es als mir dann noch eines Tages wie Schuppen von den Augen fiel, dass er am gleichen Tag Geburtstag hat wie ich&#8230;</p>
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	<item>
		<title>Von: uwe</title>
		<link>http://www.eckfenster.de/wordpress/2007/11/26/einzelne-buecher-die-das-leben-veraenderten/comment-page-1/#comment-7125</link>
		<dc:creator>uwe</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Apr 2008 11:46:36 +0000</pubDate>
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		<description>vielleicht sind es jene momente, in denen man sich selbstentr&#252;ckt und zugleich mit allem verbunden f&#252;hlt, eine mischung aus selbstvergessenheit und allzusammanhang!
gro&#223;e worte, ich wei&#223;, und noch dazu sehr seltene momente, aber gerade durch ihr rares vorkommen auch wieder so au&#223;er-gew&#246;hnlich. es wird nicht viele davon geben, und w&#228;hrend wir sie erleben sind wir uns ihrer nicht voll bewu&#223;t - erst die erinnerung und der versuch, sich mit worten dar&#252;ber klar zu werden, was man erfahren hat - mit einem buch, einem bild, einem menschen, einer landschaft, einem ort, einer reise oder dergl. mehr -, l&#228;&#223;t uns ein wenig von dem begreifen. wackwitz schreibt ja auch, da&#223; er dem gef&#252;hl nicht so recht nahe kommen kann, einzig in vergleichen oder metaphern oder einer vagen erinnerung an kindheitsstimmungen.
und apropos benjamin: gibt es bei dir auch so eine schl&#252;sselerfahrung mit seinem werk?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>vielleicht sind es jene momente, in denen man sich selbstentr&#252;ckt und zugleich mit allem verbunden f&#252;hlt, eine mischung aus selbstvergessenheit und allzusammanhang!<br />
gro&#223;e worte, ich wei&#223;, und noch dazu sehr seltene momente, aber gerade durch ihr rares vorkommen auch wieder so au&#223;er-gew&#246;hnlich. es wird nicht viele davon geben, und w&#228;hrend wir sie erleben sind wir uns ihrer nicht voll bewu&#223;t &#8211; erst die erinnerung und der versuch, sich mit worten dar&#252;ber klar zu werden, was man erfahren hat &#8211; mit einem buch, einem bild, einem menschen, einer landschaft, einem ort, einer reise oder dergl. mehr -, l&#228;&#223;t uns ein wenig von dem begreifen. wackwitz schreibt ja auch, da&#223; er dem gef&#252;hl nicht so recht nahe kommen kann, einzig in vergleichen oder metaphern oder einer vagen erinnerung an kindheitsstimmungen.<br />
und apropos benjamin: gibt es bei dir auch so eine schl&#252;sselerfahrung mit seinem werk?</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Helmut</title>
		<link>http://www.eckfenster.de/wordpress/2007/11/26/einzelne-buecher-die-das-leben-veraenderten/comment-page-1/#comment-7124</link>
		<dc:creator>Helmut</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Apr 2008 07:48:21 +0000</pubDate>
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		<description>Eine wirklich sch&#246;ne, hochinteressante Stelle!!
Beschreibt sie nicht, was es bei etlichen anderen auch gibt, Epiphanien?! 
Er versucht es auch zu deuten und kommt auf die Kindheit. - M&#246;glich, vielleicht. 
Mindestens so wichtig aber - allerdings evtl. damit verbunden: Das Gef&#252;hl (oder besser Nicht-Gef&#252;hl) der Abwesenheit von Zeit bzw. ihrem ewigen, langweiligen, tristen Vergehen, dieser Krankheit zum Tode. - 
Es sind wohl am Ende einzelne, vielleicht sehr kurze Momente, auf die es ankommt - im Strom der Menge und Masse an Minuten und Tagen, die gleichg&#252;ltig und vergessen sind. Kurze, aber intensive Momente. - An was r&#252;hren sie, Kindheit, ein Einheitsgef&#252;hl, eine Weltverbunden- oder Weltverschmolzenheit?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Eine wirklich sch&#246;ne, hochinteressante Stelle!!<br />
Beschreibt sie nicht, was es bei etlichen anderen auch gibt, Epiphanien?!<br />
Er versucht es auch zu deuten und kommt auf die Kindheit. &#8211; M&#246;glich, vielleicht.<br />
Mindestens so wichtig aber &#8211; allerdings evtl. damit verbunden: Das Gef&#252;hl (oder besser Nicht-Gef&#252;hl) der Abwesenheit von Zeit bzw. ihrem ewigen, langweiligen, tristen Vergehen, dieser Krankheit zum Tode. &#8211;<br />
Es sind wohl am Ende einzelne, vielleicht sehr kurze Momente, auf die es ankommt &#8211; im Strom der Menge und Masse an Minuten und Tagen, die gleichg&#252;ltig und vergessen sind. Kurze, aber intensive Momente. &#8211; An was r&#252;hren sie, Kindheit, ein Einheitsgef&#252;hl, eine Weltverbunden- oder Weltverschmolzenheit?</p>
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	<item>
		<title>Von: uwe</title>
		<link>http://www.eckfenster.de/wordpress/2007/11/26/einzelne-buecher-die-das-leben-veraenderten/comment-page-1/#comment-7123</link>
		<dc:creator>uwe</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Apr 2008 17:37:19 +0000</pubDate>
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		<description>ich habe noch ein sch&#246;nes zitat zu unserem thema gefunden. es ist etwas l&#228;nger, aber auch sehr anschaulich, wie ich finde.
&quot;es ist schwierig, den trost, die erhebung, das sanfte innere flugerlebnis zu beschreiben, das ich, in benjamins &#039;einbahnstra&#223;e&#039; hineinsehend, zum ersten mal empfunden habe. wie die verliebtheit, wie den effekt mancher drogen auf das zentrale nervensystem kann man das vielleicht nur wieder erkennen, nicht wirklich erz&#228;hlen. und man erlebt es ja nicht nur vor b&#252;chern, sondern auch in manchen landschaften, im gespr&#228;ch mit manchen menschen, in manchen museen. mir str&#246;mt dieses gef&#252;hl besonders h&#228;ufig zu, wenn ich zu fu&#223; in eine noch unbekannte stadt hineingehe. es muss ein durch manche kunstwerke und situationen ausgel&#246;ster sekundenschneller zufluss vom lebensgef&#252;hl unserer kindheit sein, das in irgendwelchen schichten unseres gehirns f&#252;r immer aufbewahrt zu sein scheint. wenn es frei wird, sind wir ein paar sekunden lang von der qual erl&#246;st, das vergehen der zeit erleben zu m&#252;ssen, von einer qual, die in wirklichkeit das finstere herz der langeweile ist. einen moment lang gibt es keine zeit mehr, und es scheint die verbindung von unbek&#252;mmertheit und formbewusstsein, von anarchismus und professionalismus, von kindlichkeit und erwachsensein in den kunstwerken zu sein, die zumindest f&#252;r mich diese gl&#252;cksmomente herstellt, w&#228;hrend deren hinter den dingen und der welt wieder der kindheitsgoldgrund sichtbar ist.&quot; (aus dem essay &quot;daily records&quot; von stephan wackwitz, frankfurt 2002)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>ich habe noch ein sch&#246;nes zitat zu unserem thema gefunden. es ist etwas l&#228;nger, aber auch sehr anschaulich, wie ich finde.<br />
&#8220;es ist schwierig, den trost, die erhebung, das sanfte innere flugerlebnis zu beschreiben, das ich, in benjamins &#8216;einbahnstra&#223;e&#8217; hineinsehend, zum ersten mal empfunden habe. wie die verliebtheit, wie den effekt mancher drogen auf das zentrale nervensystem kann man das vielleicht nur wieder erkennen, nicht wirklich erz&#228;hlen. und man erlebt es ja nicht nur vor b&#252;chern, sondern auch in manchen landschaften, im gespr&#228;ch mit manchen menschen, in manchen museen. mir str&#246;mt dieses gef&#252;hl besonders h&#228;ufig zu, wenn ich zu fu&#223; in eine noch unbekannte stadt hineingehe. es muss ein durch manche kunstwerke und situationen ausgel&#246;ster sekundenschneller zufluss vom lebensgef&#252;hl unserer kindheit sein, das in irgendwelchen schichten unseres gehirns f&#252;r immer aufbewahrt zu sein scheint. wenn es frei wird, sind wir ein paar sekunden lang von der qual erl&#246;st, das vergehen der zeit erleben zu m&#252;ssen, von einer qual, die in wirklichkeit das finstere herz der langeweile ist. einen moment lang gibt es keine zeit mehr, und es scheint die verbindung von unbek&#252;mmertheit und formbewusstsein, von anarchismus und professionalismus, von kindlichkeit und erwachsensein in den kunstwerken zu sein, die zumindest f&#252;r mich diese gl&#252;cksmomente herstellt, w&#228;hrend deren hinter den dingen und der welt wieder der kindheitsgoldgrund sichtbar ist.&#8221; (aus dem essay &#8220;daily records&#8221; von stephan wackwitz, frankfurt 2002)</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Helmut</title>
		<link>http://www.eckfenster.de/wordpress/2007/11/26/einzelne-buecher-die-das-leben-veraenderten/comment-page-1/#comment-7064</link>
		<dc:creator>Helmut</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Dec 2007 08:09:14 +0000</pubDate>
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		<description>Danke f&#252;r den Hinweis, ich hatte es bereits mitbekommen. Sch&#246;n zu sehen, dass auch andere dieses Thema besch&#228;ftigt. Irgendwas muss doch dran sein.
Ich werde die Beitr&#228;ge lesen und mich dann nochmal dazu &#228;u&#223;ern.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke f&#252;r den Hinweis, ich hatte es bereits mitbekommen. Sch&#246;n zu sehen, dass auch andere dieses Thema besch&#228;ftigt. Irgendwas muss doch dran sein.<br />
Ich werde die Beitr&#228;ge lesen und mich dann nochmal dazu &#228;u&#223;ern.</p>
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	<item>
		<title>Von: uwe</title>
		<link>http://www.eckfenster.de/wordpress/2007/11/26/einzelne-buecher-die-das-leben-veraenderten/comment-page-1/#comment-7062</link>
		<dc:creator>uwe</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Dec 2007 18:43:33 +0000</pubDate>
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		<description>im neuen zeit-magazin leben gibt es eine artikelserie unter dem titel: vorsicht! diese b&#252;cher k&#246;nnen ihr leben ver&#228;ndern! zeit-autoren erinnern sich an ihre gef&#228;hrlichen lekt&#252;ren. 
der tenor auch dort, wie schon bei uns: es sind b&#252;cher, die auf je verschiedene weise zur identifikation einladen. die geschichten, die uns angehen und in uns eingehen, m&#252;ssen das gef&#252;hl wecken, nur und gerade f&#252;r uns geschrieben worden zu sein. es sind b&#252;cher, die von einem selbst zu handeln scheinen oder deren geschichte so m&#228;chtig wirkt, da&#223; man sie mit der eigenen verwechselt. man findet sich in ihnen selbst wieder, einzelne passagen werden zur offenbarung und die figuren zu freunden, die unser leben begleiten - davon jedenfalls berichten die autoren in ihren kurzen statements. kritisch hinterfragt wird das allerdings nicht. daf&#252;r reichte dann der platz nicht mehr.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>im neuen zeit-magazin leben gibt es eine artikelserie unter dem titel: vorsicht! diese b&#252;cher k&#246;nnen ihr leben ver&#228;ndern! zeit-autoren erinnern sich an ihre gef&#228;hrlichen lekt&#252;ren.<br />
der tenor auch dort, wie schon bei uns: es sind b&#252;cher, die auf je verschiedene weise zur identifikation einladen. die geschichten, die uns angehen und in uns eingehen, m&#252;ssen das gef&#252;hl wecken, nur und gerade f&#252;r uns geschrieben worden zu sein. es sind b&#252;cher, die von einem selbst zu handeln scheinen oder deren geschichte so m&#228;chtig wirkt, da&#223; man sie mit der eigenen verwechselt. man findet sich in ihnen selbst wieder, einzelne passagen werden zur offenbarung und die figuren zu freunden, die unser leben begleiten &#8211; davon jedenfalls berichten die autoren in ihren kurzen statements. kritisch hinterfragt wird das allerdings nicht. daf&#252;r reichte dann der platz nicht mehr.</p>
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