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	<title>Kommentare zu: Robert Creeley: &#8220;Autobiographie&#8221;</title>
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	<description>Bücher, Bücher</description>
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		<title>Von: Helmut</title>
		<link>http://www.eckfenster.de/wordpress/2007/12/24/robert-creeley-autobiographie/comment-page-1/#comment-7086</link>
		<dc:creator>Helmut</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Jan 2008 20:45:56 +0000</pubDate>
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		<description>Ok, kann man so sehen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ok, kann man so sehen.</p>
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		<title>Von: uwe</title>
		<link>http://www.eckfenster.de/wordpress/2007/12/24/robert-creeley-autobiographie/comment-page-1/#comment-7085</link>
		<dc:creator>uwe</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Jan 2008 17:37:34 +0000</pubDate>
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		<description>ich hatte es schon angedeutet: f&#252;r mich pa&#223;t er, weil er eben in seiner machart vorl&#228;ufigkeit und strenge, offenheit und reduktion vereint. so hatte ich auch den text gelesen, als einen, der bei allen vorbehalten gegen&#252;ber dem unternehmen &quot;autobiographie&quot; trotzdem wesentliches, elementares vom eigenen leben und den voraussetzungen des schreibens zu berichten wei&#223;. beide sind, wie ich finde, bei aller schlichtheit klar strukturiert, und darin sah ich eine entsprechung.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>ich hatte es schon angedeutet: f&#252;r mich pa&#223;t er, weil er eben in seiner machart vorl&#228;ufigkeit und strenge, offenheit und reduktion vereint. so hatte ich auch den text gelesen, als einen, der bei allen vorbehalten gegen&#252;ber dem unternehmen &#8220;autobiographie&#8221; trotzdem wesentliches, elementares vom eigenen leben und den voraussetzungen des schreibens zu berichten wei&#223;. beide sind, wie ich finde, bei aller schlichtheit klar strukturiert, und darin sah ich eine entsprechung.</p>
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		<title>Von: Helmut</title>
		<link>http://www.eckfenster.de/wordpress/2007/12/24/robert-creeley-autobiographie/comment-page-1/#comment-7084</link>
		<dc:creator>Helmut</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Jan 2008 14:28:02 +0000</pubDate>
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		<description>Nochmal zum Schutzumschlag:
Er ist auff&#228;llig, stimmt. Aber ich bin nicht sicher ob ich ihn toll finde. - Und passend? - Du beschreibst ihn ja vor allem - findest Du ihn so passend wegen der Vorl&#228;ufigkeit? - Den Text f&#252;r vorl&#228;ufig zu halten, k&#246;nnte auch danebengehen, bei aller K&#252;rze der Darstellung kann er durchaus komponiert sein und gerade in dieser K&#252;rze viel Arbeit stecken. 
Mich erinnert er ein wenig an anthroposophische &#196;sthetik.
Das Gefallen ist das eine.
Das Passen das andere.
Warum passt er so gut?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nochmal zum Schutzumschlag:<br />
Er ist auff&#228;llig, stimmt. Aber ich bin nicht sicher ob ich ihn toll finde. &#8211; Und passend? &#8211; Du beschreibst ihn ja vor allem &#8211; findest Du ihn so passend wegen der Vorl&#228;ufigkeit? &#8211; Den Text f&#252;r vorl&#228;ufig zu halten, k&#246;nnte auch danebengehen, bei aller K&#252;rze der Darstellung kann er durchaus komponiert sein und gerade in dieser K&#252;rze viel Arbeit stecken.<br />
Mich erinnert er ein wenig an anthroposophische &#196;sthetik.<br />
Das Gefallen ist das eine.<br />
Das Passen das andere.<br />
Warum passt er so gut?</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Von: Helmut</title>
		<link>http://www.eckfenster.de/wordpress/2007/12/24/robert-creeley-autobiographie/comment-page-1/#comment-7083</link>
		<dc:creator>Helmut</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Jan 2008 21:32:49 +0000</pubDate>
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		<description>Wirklich eine gute Frage - eigentlich ja zwei.

Wie man zur Reduktion kommen kann, dazu fiele mir etwas ein - wie es bei Creeley speziell ist, wei&#223; ich nicht.
Auch nichts &#252;ber die zweite Frage. 
Es w&#228;re aber spannend - zur Beantwortung m&#252;sste man sich n&#228;her mit ihm befassen, ich k&#246;nnte nur spekulieren.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wirklich eine gute Frage &#8211; eigentlich ja zwei.</p>
<p>Wie man zur Reduktion kommen kann, dazu fiele mir etwas ein &#8211; wie es bei Creeley speziell ist, wei&#223; ich nicht.<br />
Auch nichts &#252;ber die zweite Frage.<br />
Es w&#228;re aber spannend &#8211; zur Beantwortung m&#252;sste man sich n&#228;her mit ihm befassen, ich k&#246;nnte nur spekulieren.</p>
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		<title>Von: uwe</title>
		<link>http://www.eckfenster.de/wordpress/2007/12/24/robert-creeley-autobiographie/comment-page-1/#comment-7082</link>
		<dc:creator>uwe</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Jan 2008 18:31:01 +0000</pubDate>
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		<description>eine interessante frage w&#228;re ja:
wie kommt es bei dieser vorliebe f&#252;r die reduktion und dieser lebens- und weltauffassung &#252;berhaupt zu diesem vorhaben, eine autobiographie zu schreiben? er hebt die widerspr&#252;chlichkeit dieses unternehmens ja selbst an einigen stellen hervor: ein spagat zwischen dem gef&#252;hl der verantwortlichkeit dem eigenen leben gegen&#252;ber und der einsicht, wie wenig das beschauliche betrachten und reflektieren eben dieses lebens dessen nutzlosigkeit aufzuheben in der lage ist. vielleicht liegt in dieser spannung ein movens des schreibens bei creeley - auch des autobiographischen schreibens. wie sieht du das?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>eine interessante frage w&#228;re ja:<br />
wie kommt es bei dieser vorliebe f&#252;r die reduktion und dieser lebens- und weltauffassung &#252;berhaupt zu diesem vorhaben, eine autobiographie zu schreiben? er hebt die widerspr&#252;chlichkeit dieses unternehmens ja selbst an einigen stellen hervor: ein spagat zwischen dem gef&#252;hl der verantwortlichkeit dem eigenen leben gegen&#252;ber und der einsicht, wie wenig das beschauliche betrachten und reflektieren eben dieses lebens dessen nutzlosigkeit aufzuheben in der lage ist. vielleicht liegt in dieser spannung ein movens des schreibens bei creeley &#8211; auch des autobiographischen schreibens. wie sieht du das?</p>
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		<title>Von: Helmut</title>
		<link>http://www.eckfenster.de/wordpress/2007/12/24/robert-creeley-autobiographie/comment-page-1/#comment-7081</link>
		<dc:creator>Helmut</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Jan 2008 09:54:33 +0000</pubDate>
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		<description>Ja, merkw&#252;rdig nicht, wie wenig erz&#228;hlt wird und wie reich es sich dennoch liest?!
Sicher w&#228;re es interessant gewesen, mehr &#252;ber das Black Mountain College zu lesen - aber es h&#228;tte nicht in den Rahmen dieses Buches gepasst. - Wenn man sich daf&#252;r interessiert - und es ist interessant! -, muss man sich woanders informieren. Ich finde es passend, dass er den Namen anschl&#228;gt wie eine Glocke, die dann selbst weiterklingt. - Und das ja auch gewisserma&#223;en noch tut, wenn man sich woanders umschaut.
Eines der Spannungsfelder besteht, wie Du gesagt hast, zwischen Explikation und Reduktion. 
Olson sch&#228;tze ich auch sehr. Das Buch &#252;ber seinen Vater ist sehr sch&#246;n. Ausserdem habe ich gerade &quot;Ich jage zwischen Steinen&quot; hier, das nicht ganz einfach ist, auch kein Erz&#228;hltext, aber sehr anregend.
Was ich spannend finde ist, dass die verk&#252;rzende Schreibweise offenbar sehr eng der zugrundeliegenden Auffassung vom Menschen anliegt, die Creeley hat: Das r&#228;tselhafte ´Ich´, die Offenheit, das sind Voraussetzungen, die andere Autobiographen so nicht haben oder so nicht machen w&#252;rden. Mir scheint das als eine Art Offenheit f&#252;r Zufall oder Wunder oder wie man es nennen will. Das Leben erscheint in diesem Spiegel nicht als festgef&#252;gte, folgerichtige (und langweilige)Bank, sondern als flirrender Schatten auf einer Hauswand im Sommer.
Den Schutzumschlag sehe ich mir nochmal an - dann sage ich was zu Deiner Interpretation.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, merkw&#252;rdig nicht, wie wenig erz&#228;hlt wird und wie reich es sich dennoch liest?!<br />
Sicher w&#228;re es interessant gewesen, mehr &#252;ber das Black Mountain College zu lesen &#8211; aber es h&#228;tte nicht in den Rahmen dieses Buches gepasst. &#8211; Wenn man sich daf&#252;r interessiert &#8211; und es ist interessant! -, muss man sich woanders informieren. Ich finde es passend, dass er den Namen anschl&#228;gt wie eine Glocke, die dann selbst weiterklingt. &#8211; Und das ja auch gewisserma&#223;en noch tut, wenn man sich woanders umschaut.<br />
Eines der Spannungsfelder besteht, wie Du gesagt hast, zwischen Explikation und Reduktion.<br />
Olson sch&#228;tze ich auch sehr. Das Buch &#252;ber seinen Vater ist sehr sch&#246;n. Ausserdem habe ich gerade &#8220;Ich jage zwischen Steinen&#8221; hier, das nicht ganz einfach ist, auch kein Erz&#228;hltext, aber sehr anregend.<br />
Was ich spannend finde ist, dass die verk&#252;rzende Schreibweise offenbar sehr eng der zugrundeliegenden Auffassung vom Menschen anliegt, die Creeley hat: Das r&#228;tselhafte ´Ich´, die Offenheit, das sind Voraussetzungen, die andere Autobiographen so nicht haben oder so nicht machen w&#252;rden. Mir scheint das als eine Art Offenheit f&#252;r Zufall oder Wunder oder wie man es nennen will. Das Leben erscheint in diesem Spiegel nicht als festgef&#252;gte, folgerichtige (und langweilige)Bank, sondern als flirrender Schatten auf einer Hauswand im Sommer.<br />
Den Schutzumschlag sehe ich mir nochmal an &#8211; dann sage ich was zu Deiner Interpretation.</p>
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		<title>Von: uwe</title>
		<link>http://www.eckfenster.de/wordpress/2007/12/24/robert-creeley-autobiographie/comment-page-1/#comment-7080</link>
		<dc:creator>uwe</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Jan 2008 18:25:14 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.eckfenster.de/wordpress/2007/12/24/robert-creeley-autobiographie/#comment-7080</guid>
		<description>ich kann dir nur zustimmen: die st&#228;rke dieses buches liegt in seiner k&#252;rze, in seiner reduktion. dabei wird gar nicht so wenig erz&#228;hlt von diesem leben, aber eben ganz und gar ungeschw&#228;tzig, ohne die hybris der nachgetragenen deutung, ausbreitung und ordnung des &quot;materials&quot;.
die &#252;bersetzung fand ich etwas ungelenkt in der syntax und in der wortwahl bisweilen altbacken. dadurch blieben einige stellen f&#252;r mich unverst&#228;ndlich, nicht wirklch nachzuvollziehen. du hast das ja selbst auch bemerkt. 
etwas befremdet war ich allerdings schon, da&#223; er &#252;ber das black mountain college so gar nichts berichtet, wo es f&#252;r ihn doch eine &quot;offenbarung&quot; oder ein &quot;durchgangsritus&quot; gewesen war. etwas mehr explikation h&#228;tte ich mir an diesen stellen gew&#252;nscht. aber vieleicht reicht ihm die nennung des namens, um horizont und bedeutung zu markieren. desgleichen verf&#228;hrt er mit seinem freund und kollegen charles olson, ein &quot;bruder im denken&quot;, wie er ihn nennt. er zitiert einiges von ihm, l&#228;&#223;t diese statements f&#252;r sich selbst sprechen, vor allem die maximen zum schreiben, zur menschlichkeit und zum abenteuer des lebens. auch hier konnte er wahrscheinlch nicht anders: die zitate m&#252;ssen reichen, um das ma&#223;stabsetzende f&#252;r ihn selbst, creeley, herauszustellen. explizieren ist seine sache nicht, wahrscheinlich auch nicht sein naturell. dem scheint eher die (puritanische?) reduktion zu entsprechen. dies w&#252;rde auch mit seinen kritischen reflexionen zur vermeintlichen folgerichtigkeit eines lebens und seiner nacherz&#228;hlung in autobiographien korrespondieren.
ich kenne keinen anderen autor, der so wenig aufhebens macht aus den veritablen einschnitten in seinem leben: der fr&#252;he tod des vaters, das verlorene auge, der tragische tod der tochter, das ist doch harter stoff. doch bei creeley stehen diese passagen nahezu auf gleicher ebene mit denen &#252;ber die kindheitstage auf der farm, den anekdoten von freunden oder die auslassungen &#252;ber vogelzucht. letztlich legt er uns, den lesern, damit nahe, da&#223; sich ein leben nicht objektivieren, nicht in einer definitiven erz&#228;hl-form fassen l&#228;&#223;t. zu beginn spricht er vom eigenen selbst als dem einzigen &quot;beglaubigungsmittel&quot; in sachen leben; zuletzt hebt er hervor, da&#223; dieses &quot;ich&quot; trotz aller wortreichen deutungsbem&#252;hungen immer &quot;zutiefst r&#228;tselhaft&quot; bleibt. zwischen diese beiden aussagen ordnet er seine autobiographischen bausteine in chronologischer weise an, ohne allerdings diesen den schein einer folgerichtigkeit oder einer schl&#252;ssigen verlaufsform zu geben. 
vielen dank f&#252;r den hinweis. bei gelegenheit werde ich mir seine gedichte ansehen.
p.s.: und wie genial der schutzumschlag zu dem inhalt des buches pa&#223;t: drei farbbalken in lichten aquarellt&#246;nen, oben vier schreiblinien, dazwischen in handschriftlichen gro&#223;buschtaben autor und titel, und unten zwei schreiblinien mit dem verlagsnamen dazwischen - es wirkt wie selbstgemacht, streng und minimalistisch komponiert, aber gleichzeitig auch vorl&#228;ufig, nicht endg&#252;ltig, offen. oder gehe ich da zu weit?
lg, uwe.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>ich kann dir nur zustimmen: die st&#228;rke dieses buches liegt in seiner k&#252;rze, in seiner reduktion. dabei wird gar nicht so wenig erz&#228;hlt von diesem leben, aber eben ganz und gar ungeschw&#228;tzig, ohne die hybris der nachgetragenen deutung, ausbreitung und ordnung des &#8220;materials&#8221;.<br />
die &#252;bersetzung fand ich etwas ungelenkt in der syntax und in der wortwahl bisweilen altbacken. dadurch blieben einige stellen f&#252;r mich unverst&#228;ndlich, nicht wirklch nachzuvollziehen. du hast das ja selbst auch bemerkt.<br />
etwas befremdet war ich allerdings schon, da&#223; er &#252;ber das black mountain college so gar nichts berichtet, wo es f&#252;r ihn doch eine &#8220;offenbarung&#8221; oder ein &#8220;durchgangsritus&#8221; gewesen war. etwas mehr explikation h&#228;tte ich mir an diesen stellen gew&#252;nscht. aber vieleicht reicht ihm die nennung des namens, um horizont und bedeutung zu markieren. desgleichen verf&#228;hrt er mit seinem freund und kollegen charles olson, ein &#8220;bruder im denken&#8221;, wie er ihn nennt. er zitiert einiges von ihm, l&#228;&#223;t diese statements f&#252;r sich selbst sprechen, vor allem die maximen zum schreiben, zur menschlichkeit und zum abenteuer des lebens. auch hier konnte er wahrscheinlch nicht anders: die zitate m&#252;ssen reichen, um das ma&#223;stabsetzende f&#252;r ihn selbst, creeley, herauszustellen. explizieren ist seine sache nicht, wahrscheinlich auch nicht sein naturell. dem scheint eher die (puritanische?) reduktion zu entsprechen. dies w&#252;rde auch mit seinen kritischen reflexionen zur vermeintlichen folgerichtigkeit eines lebens und seiner nacherz&#228;hlung in autobiographien korrespondieren.<br />
ich kenne keinen anderen autor, der so wenig aufhebens macht aus den veritablen einschnitten in seinem leben: der fr&#252;he tod des vaters, das verlorene auge, der tragische tod der tochter, das ist doch harter stoff. doch bei creeley stehen diese passagen nahezu auf gleicher ebene mit denen &#252;ber die kindheitstage auf der farm, den anekdoten von freunden oder die auslassungen &#252;ber vogelzucht. letztlich legt er uns, den lesern, damit nahe, da&#223; sich ein leben nicht objektivieren, nicht in einer definitiven erz&#228;hl-form fassen l&#228;&#223;t. zu beginn spricht er vom eigenen selbst als dem einzigen &#8220;beglaubigungsmittel&#8221; in sachen leben; zuletzt hebt er hervor, da&#223; dieses &#8220;ich&#8221; trotz aller wortreichen deutungsbem&#252;hungen immer &#8220;zutiefst r&#228;tselhaft&#8221; bleibt. zwischen diese beiden aussagen ordnet er seine autobiographischen bausteine in chronologischer weise an, ohne allerdings diesen den schein einer folgerichtigkeit oder einer schl&#252;ssigen verlaufsform zu geben.<br />
vielen dank f&#252;r den hinweis. bei gelegenheit werde ich mir seine gedichte ansehen.<br />
p.s.: und wie genial der schutzumschlag zu dem inhalt des buches pa&#223;t: drei farbbalken in lichten aquarellt&#246;nen, oben vier schreiblinien, dazwischen in handschriftlichen gro&#223;buschtaben autor und titel, und unten zwei schreiblinien mit dem verlagsnamen dazwischen &#8211; es wirkt wie selbstgemacht, streng und minimalistisch komponiert, aber gleichzeitig auch vorl&#228;ufig, nicht endg&#252;ltig, offen. oder gehe ich da zu weit?<br />
lg, uwe.</p>
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